Du könntest Angesicht zu Angesicht dich mit ihm unterhalten und Meinungen austauschen.
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Paar Sachen / red flags auf die ich bei so Gruppen achte:
Sowas passiert oft später in der Nacht (1,2,3 Uhr früh) nachdem ordentlich konsumiert wurde und Frust aufgebaut wurde (nicht in den Club zu Mädels gekommen etc.) und dann ein Sündenbock gesucht wird.
Gleiche Klamotten (Ähnliche Jeans, schwarze Jacke, ähnliche Kappe) um sich im Getümmel untereinander zu erkennen.
Bei Reizen sich prompt in Formation hinstellen (= nicht zum ersten Mal dabei),
höchste Eisenbahn (time to leave) ist dann ein ausfächern der Gruppe um in die Flanke / den Rücken zu kommen.
Paar Beispiele aus der Presse:
https://www.kreiszeitung.de/lokales/...-93506641.html
https://www.bild.de/regional/frankfu...3e7f14b48b1c31
https://www.bz-berlin.de/archiv-arti...bahn-schlaeger
Äh, ja.
Als Polizist und an der Tür vs. Gassigehen in der Silvesternacht.
Zielscheibe per se vs. Passant.
Ich fühle mich beim Anblick des Herrn voll deeskaliert. Klare Position sollte man bei sowas vor allem vor sich selbst haben.
Von daher liegt er richtig. Und ich auch.
Falsch wäre es bloß, das als allgemeingültig missionieren zu wollen.
Missioniert DAS wiederum nun als allgemeingültig :
Das Gürteltier
Danke dir für den Beitrag.
Mit Herrn Padman hatte ich zu Corona "direkten" Kontakt und wagte es, an seinen rechtsverschwurbelten Aussagen Kritik zu üben.
Fazit: Androhung von rechtlichen Schritten UND körperlichen Konsequenzen (von Ihm und seinen Fans)!!!
Mein Fazit, YT informiert und blockiert.
Wer solche Personen als Infoquelle ranzieht, ist nicht mehr ernst zu nehmen (auch wenn er dicke Arme hat!)
Edit, das war eigentlich als Antwort zu Björns Beitrag gesetzt. *♂️
Dem kann ich mich nur vollumfänglich anschließen.
Swen Körner, Mario Staller : Verhalten bei Gewalt - Selbstschutz für Erwachsene
M.E. nettes Buch als tatsächlich zeitgemäß weiter gedachter Einstieg in die Thematik. Da sind u.a. durchgängig fiktive Beispielsituationen drin mit bleibenden Protagonisten, die den eigenen inneren Anteil und Grundmechanismen beleuchten.
"Wo kommt's her" mal umsetzbar thematisiert.
Danke, habe mir die Autoren auf die Merkliste.
Und, schon des Buches habhaft geworden ?
Oha!
Erschienen im Wissenschaftlichen Verlag Springer statt Riva / Kopp ;-( oder so, hört sich ja gut an!
Leseprobe auf Amazon sieht auch gut aus.
Das habe ich mir gezogen:
https://link.springer.com/book/10.10...-3-658-44700-7
Ist beim Rechercheabo dabei. Denke es wird sich ähneln.
Sorry, aber besser als bücher finde ich praktische deesklationskurse.
So was sollte imho jeder sv-trainer regelmäßig absolvieren (weiterbildung):
https://www.youtube.com/watch?v=m1E_aQ3jWYs
Ich fand es gut. Nicht viel bahnbrechend Neues aber das Wesentliche gut zusammengefasst und erläutert. Hatte ich hier an anderer Stelle auch schon mal empfohlen.
Wurde mir zumindest ebenfalls von demselben Menschen empfohlen und steht hier bereits im Regal.
Nur das halt leider die Gewichtung oft falsch liegt. Deeskalation sollte mindestens 2/3 der SV sein. Außerdem haben wohl die wenigstens SV Trainer auch eine Ausbildung zum Deeskalationstrainer.
In der Ausbildung im DKV kommen zumindest in den höheren Ausbildungsstufen immer mehr Szenariotrainings hinzu und da ist dann >95% nur noch Deeskalation.
Deeskalation kann man aber nicht nur über Szenariotrainings lernen, da gehört noch sehr viel mehr dazu.
Hab mir gerade das Curriculum zur Ausbildung des SV-Trainers im DKV angeguckt:
https://www.karate.de/de-wAssets/doc...ehrer-2024.pdf
Da fehlt für kompetente Deeskalationsvermittlung doch einiges, aber immerhin fehlt das Thema nicht komplett.
Ich war da und kann dir versichern, dass das nicht zu kurz kommt. Jedenfalls nicht, wenn man es mit der einschlägigen Literatur abgleicht.
Mag ja sein dass auf oberflächliche Dinge der Deeskalation eingegangen wird (was ich für einen SV Kurs ja auch sehr, sehr gut finde!) aber ein echtes Deeskalationstraining, ist halt etwas komplett anderes, zumal das auch über 2 Tage je 8 Stunden reine Deeskaltion geht, gefolgt vom nochmal 8 Stunden Schutztechniken.
Du scheinst die Ausbildung und die Umfänge der diversen Themen ja sehr gut zu kennen. :rolleyes:
Da ich ausgebildeter Deeskalations- und Schutztechnikentrainer bin, kenne ich mich in dem Bereich ein wenig aus.
War früher Bestandteil meines Jobs….
Die 16h + 8h Stunden bezogen sich auf ein Seminar zu dem Thema für Anwender.
Die Ausbildung geht, bei seriösen Anbietern, über ca. 120 Stunden beim Deeskalationstrainer und ca. 60h Schutztechnikentraining.
D.h. es sind alleine 15 Tage Ausbildung zum Thema Deeskalation…
Da gibt es dann auch nochmal 60h nur zu dem Thema: https://www.karate.de/de/verband/res...raevention.php
Davon abgesehen machen viele nicht nur 1x die ganzen Ausbildungen durch.
Wie gesagt ist es ja gut das sich Leute im DKV damit zum Thema beschäftigen, ist halt nur nicht das, was man unter einem reinen Deeskalationsseminar im professionellen Rahmen versteht.
Die Zielgruppe scheint ja auch eine andere zu sein (ich zitiere aus deinem Link):
Wenn Kids zumindest mal von dem Thema hören ist es doch super. Von denen wird ja auch nicht erwartet das im professionellen Rahmen umzusetzen. Da ist dieser Ausbildungsstand für die Trainer ja auch gut und ausreichend, zumal das ja kein „SV-Trainer“ ist, sondern der Gewaltpräventionstrainer.Zitat:
sondern sie schafft zudem eine wichtige Grundlage für den Zugang zu neuen Zielgruppen im Kinder- und Jugendbereich.
Das wurde mittlerweile nochmal ziemlich aufgebohrt. Alleine die Rollenspiele/Szenariotrainings machen ja schon ein paar Tage aus und da wird eigentlich zu 90% deeskaliert (oder geflüchtet). Körperlich wird es da extrem selten (und wenn zu unrecht, dann gibt es auch entsprechendes Feedback).
Ja gut, vielleicht hast Du da ja aus der Psychiatrie noch weitere Felder, die Du unter Deeskalation subsumierst. Deswegen schrub ich ja "nicht, wenn man es mit der einschlägigen Literatur abgleicht". Nehmen wir doch konkret das Buch, was hier besprochen wurde (oder meinetwegen die von Miller, die Du ja, glaube ich, auch schätzt): Was wird denn in den Trainings, die Dir vorschweben, über die dort behandelten Techniken/Strategien hinaus gelehrt?Zitat:
Beim jetzigen Programm, das ich ja weiter oben verlinkt habe, finde ich da auch nix zu.
Ja, Kids ist allerdings auch ein Spezialthema von Sven (der im übrigen auch professionell in dem Bereich tätig war). Insgesamt ist es aber natürlich als Ausbildung für den zivilen Bereich gedacht. Wir bilden weder Polizei noch Türsteher aus.
In dem Buch, welches Anlass zu der Diskussion hier war, gin es aber auch genau um selbigen. Es ist sicherlich sinnvoll, nicht nur zu lesen, sondern sich auch praktisch damit zu beschäftigen. Und das im Buch erwähnte bildet die Ausbildung im DKV mal ganz locker ab.
Es geht um Umgang mit Stress, Kommunikation, Konfliktmanagement, wie sich diese Dinge gegenseitig beeinflussen und wie man Kommunikationsverhalten und Stresserleben bei sich und anderen beeinflussen kann.
Dann geht es um Gefährdungsanalyse und Beurteilung von Aggressionspotentialen, sowie um Grundlagen der Pädagogik und methodisch-didaktische Mittel in der Ausbildung von Erwachsenen in Kombination mit Moderationsmethoden.
15 Tage Ausbildung sind da eine gute Basis, man muss das Ganze dann aber immer weiter als Trainer in den Kursen anwenden und üben.
Außerdem darf man auch nicht vergessen dass sich solche Konzepte ja an Leute richten die in einem beruflichen Umfeld arbeiten bei dem sie auch schon eine wirkliche berufliche Ausbildung erfahren haben, die sich mit den verschiedenen Bereichen befasst und die tägliche Erfahrung mit Aggression und Gewalt haben.
Man startet ja nicht bei 0.
Wenn das Thema Deeskalation in „SV-Kursen“ überhaupt angesprochen wird bin ich ja schon mehr als glücklich, denn normalerweise ist es für die „normale Bevölkerung“ oft genug in solchen Formaten nicht zu finden.
Im professionellen Umfeld haben wir so über 90% aller Situationen über Deeskalation lösen können und die Anzahl an gefährlichen Übergriffen ist um eben diesen Prozentsatz gefallen, nachdem man das Konzept als Pflichtfortbildung flächendeckend etabliert hatte.