Ist zwar OT, aber im Outdoorbereich nutze ich fast nur noch Merino (bis hin zu meinen Skihandschuhen). Die funktionieren für mich hinsichtlich Wärmeleistung und Atmungsaktivität um Klassen besser als das Plastikzeugs.
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@Katamaus: 1+
Ich finde es nicht OT da Wolle gerade für (Urban) Survival viele Vorteile hat (ich meine wir hatten das hier auch schon). Lässt sich selbst reparieren, hält sehr warm selbst wenn sie nass ist und vor allem brennt und schmorrt nicht so leicht wie die ganzen Plastiksachen.
Na dann... Merinosocken trage ich ganzjährig. Mit Baumwolle schwitze ich im Sommer und friere im Winter. Mit Merino nicht.
Wäre ich woke, müsste ich von Merinowolle abraten.
https://www.tierschutzbund.de/tiere-...g/merinowolle/
https://www.focus.de/politik/deutsch...b71b06878.html
An Suppendosen gefällt mir, dass man sie auch kalt verzehren kann.Zitat:
Wer Vorräte anlegt, gilt als rechts. Dabei stammen die Pioniere der Survival-Szene aus der grünen Bewegung. Und Hand aufs Herz: Wenn der nächste Blackout kommt, ist man froh, trotzdem ein paar Suppendosen gebunkert zu haben.
Woolpower kommt aus Schweden. Die Wolle aus Patagonien und die ist mulesing-frei.
Die Sachen von Ortovox kommen aus der Schweiz und Tirol. Die Firma hat mit diesem Trend die Schafzucht in den Alpen vor dem Aussterben gerettet.
Warum sollte man sich nicht auch bei Merinowolle erkundigen müssen, was woher kommt und wie produziert wird?
Aber ist eh egal. Bin ja nicht woke.
Tirol und Schweiz könnte ich als Süddeutscher ja noch einigermaßen als regional betrachten. Patagonien natürlich nicht.
Vor 2 oder 3 Jahren, auf dem Höhepunkt des Greta Hypes, wurde einem ständig die Co zwo Bilanz vorgerechnet. Ist aber etwas aus der Mode gekommen, seit das Kind ein neues Betätigungsfeld entdeckt hat.
Mahlzeit :ups:Zitat:
An Suppendosen gefällt mir, dass man sie auch kalt verzehren kann.
Ich auch. Und das "Schlimme" ist, ich kann keine anderen Socken mehr tragen, denn wenn man sich mal daran gewöhnt hat, merkt man erst wie sehr man in "normalen" Socken schwitzt. Persönlich schwöre ich auf Stoic (und meine Freundin trägt sie auch dauernd seit ich ihr mal ein paar geschenkt hatte...inzwischen sind es ein "Paar" mehr ;-))
Die Dinger muss man nicht so oft waschen und halten extrem lange. Von dem her passt das auch vom C02 Abdruck. Warum Tierschutz "woke" sein soll, muss ich aber nicht verstehen. So ein b...Zitat:
Stoic;
Stoic-Socken nutzen hochwertige Merinowolle, oft in Kombination mit Kunstfasern für Haltbarkeit, und werden in Italien gefertigt. Die verwendeten Materialien sind mulesing-frei, was auf eine artgerechte Haltung der Schafe hinweist.
Was die Suppendosen betrifft. Dosen sind bei mir nur ein Bruchteil der Nahrungsvorräte. Eigentlich nur Bohnen und die auch nur, weil ich die ab- und zu esse, wenn ich nicht viel Zeit zum kochen habe. Wenn du die sowieso regelmäßig ist und sie dadurch nicht ablaufen eine gute Wahl, ansonsten würde ich die Finger davon lassen.
In den USA sieht man eigentlich mal wieder recht gut warum private Vorsorge für einen selbst und auch für andere sinnvoll ist. Wer dort rechtzeitig vorgesorgt hat muss sich jetzt nicht in lange Schlangen stellen und sorgt dafür, dass von denen die es nicht getan haben mehr noch etwas bekommen.
Nochmal kurz zum Thema Solidarität. Mir hat heute meine Nachbarin wieder ein paar Nussecken vorbei gebracht (und erst vor kurzem, ich meine ich hatte es erwähnt, Marmelade und ebenfalls Gebäck). Ist ein kleines Dankeschön weil ich ihren Müll weggefahren habe, als sie den Abfuhrtermin verpasste (natürlich ohne dafür was zu nehmen). Sie meinte dazu "Kochen würde ich ja sicher selbst, aber Backen wohl eher nicht". :D
Für Zusammenhalt und Solidarität sorgt man in normalen Zeiten, dann gibt es sie auch in schweren Zeiten (muss gar kein Worst-Case sein) mit kleinen, alltäglichen Dingen...i.d.R. zum beidseitigen Nutzen.
Na, nur "woke people" sind immer politisch auf der korrekten Schiene!
Das Problem bei den Schafen liegt aber bereits in der Züchtung, von daher müsste man die Merino-Produktion schon generell ablehnen, da die Schafe so oder so Qualen erleiden, entweder weil sie befallen werden, oder eben durch das mulesing.
Zumindest in Australien, schon wegen der klimatischen Verhältnisse ist es schlimmer als in anderen Ländern.
Meine Methode, wenn ich selbst verpflegt für mehrere Tage unterwegs bin, ist Eiweißpulver. Das mit Müsli vermischt und etwas Wasser aufgegossen, gibt ein gutes Frühstück auch ohne verfügbare Milch.
Molkepulver ist nicht so lange haltbar. Hat jemand schon mal Maronen probiert? Edit Die zubereitung braucht 25 min im Backofen und ist deshalb nicht so urban.
Eiweißpulver ist recht lange haltbar. Haltbarkeit ist letztlich aber primär ein Problem wenn man Dinge verwendet, die man normalerweise nicht verbraucht und damit sowieso regelmäßig auffrischt (oder halt wirklich in Richtung Vorrat für mehrere Jahre geht).
Auf dem Scout Lehrgang hatten wir Musli mit Wasser und Nüssen in Pfannen geröstet als tägliche Frühstück. Das fand ich auch sehr gut und sättigend. Anstelle von Nüssen (oder als Ergänzung) gehen sicher auch Bucheckern und eben Maronen. Für beides benötigt man aber natürlich mindestens ein Feuer oder eine andere Möglichkeit zum kochen/braten.
Persönlich esse ich mein Müsli so gut wie nur noch mit Obst. D.h. von Frühjahr bis weit in den Herbst geht das mit dem, was man so draußen sammeln kann oder im eigenen Garten wächst.
Birkenblätter (roh) sind auch eine option.
Danke, muss ich mal ausprobieren.
Stimmt, in der Kreidezeit gab es ja tatsächlich schon Birken. Und Dinos und Menschen sind ja auch fast dasselbe.
Ich stelle mir gerade nen T-Rex vor, wie er genüsslich ein Birkenblättlein knabbert.
Aber oben hattest du doch geschrieben, Birkenblätter wären ein Option, da ging es um Eiweiß.
Ich denke hier liegt ein Missverstände vor. Es ging um die Zubereitung von Muesli (da es ohne kaum runter zu bekommen ist). Am Anfang stand Milch und Wasser (schmeckt nach meiner Erfahrung widerlich), ich brachte dann Eiweißpulver ins Spiel, außerdem Nüsse (mit Wasser zusammen in der Pfanne gekocht) und Obst (letzteres auch ohne nennenswert Eiweiß) und Robb Birkenblätter. Wenn die Ergänzung noch einen Nährwert und Eiweiß enthält ist das natürlich gut, zwingend ist es aber nicht.
Alles klar.
Birkenblätter gelten jedenfalls als gesundes Futter für Nager, reich an Vitamin C, Flavonoiden und Gerbstoffen.
Nur würde ich Dinos nicht zu den Nagenr zählen.
Einigermaßen lecker sind die wohl auch nur im Frühling.
Die beste Survival- Nahrung ist doch angeblich Pemmikan, hält ewig und ist hoch Energie- und Nährstoffreich.
Das mit dem Frühling bzw. jungen Blättern trifft glaube ich allgemein zu. Ich habe damit aber noch nicht experimentiert, da um diese Zeit herum auch genug leckeres und gesundes am Boden sprießt.
Heute ist hier bei uns ein Schneeschuh und Schneehöhlen Trainingstag, juhuuuu:D
Und auch eine (nicht ganz neue) Erkenntnis. Ich brauche wieder einen Schneeschieber, mit dem Besen geht das Räumen bei solchen Schneemengen nicht gescheit.
Schneehöhle vs Iglu
Übernachtung vs mehrtägiges oder wochenlanges ausharren in unwirtlicher Lage.
Wer schon mal mit dem Pickel ein Iglu gebaut hat...das ist kein Spaß und man muß wissen wie es funktioniert...also eher nein. Wie definierst bzw baust du eine Schneehöhle.
Gruß
Alfons.
@Alfons: Ist das eine Frage an uns oder einfach irgendwo rauskopiert und der Link fehlt?
Also ich habe diese Woche eine gebaut, in dem ich im Garten mit der Schneeschaufel eine großen Haufen Schnee aufgehäuft habe und diese dann aushöhlte. Meine Zeit war leider sehr begrenzt, trotzdem hätte sie als Notunterkunft für eine Nacht locker ausgereicht. Ich kann ggf. später noch Fotos schicken.
Und unbedingt über die dortigen Regeln informieren. Ich war in den rumänischen Karpaten auch maximal (ich weiß nicht mehr ob ich überhaupt eines dabei hatte) mit dem Schweizer Messer unterwegs. Allerdings auch nur Wandern.
Hallo Thomas,
ist eine Frage an dich. Ich habe mal ein Iglu auf einem Gletscher gebaut und finde das ist mE nur sinnvoll wenn man darin "wohnen" muß/will. Daher die Frage wie ihr das seht.
Gruß
Alfons.
Schneehöhle ist eigentlich die Standardvariante für Notunterkünfte im Schnee (Alpin). Ich habe heute nur wenig Zeit, ich gehe später aber auf die Frage ein.
Also, erstmal vorab: Notunterkünfte im Schnee ist ein Thema, das mich schon länger interessiert, das ich aber bisher mangels ausreichendem Schnee nie wirklich umgesetzt habe. Wenn ich im Schnee übernachtet habe dann eigentlich immer mit Zelt oder Tarp und gutem Schlafsack.
Iglu als Notunterkunft habe ich bisher nirgend empfohlen gesehen (Aufwand), Schneehöhle ist wie gesagt die Standardvariante für Notfälle. Was ich auch mal ausprobieren möchte ist ein Schneegraben, dürfte noch schneller herzustellen sein und benötigt weniger hohen Schnee (bzw. weniger Arbeit um ggf. einen Haufen aufzuschütten).
Ich habe am Montag zum aufschütten < 30min gebraucht dabei musste ich den Schnee teilweise mit der Schneeschaufel einige Meter entfernt holen...inkl. Hindernisse. Leider wurde ich dann abberufen. Dienstag morgen habe sie dann in <20min ausgehöhlt (mit einem Klappspaten). Alles ganz entspannt und gemütlich. Sie wäre groß genug gewesen um leicht eingerollt darin zu schlafen. Das war auch der Plan, aber das Wetter hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht, Dienstagabend war sie schon zu stark eingesackt und heute morgen bereits kollabiert. Mit vielleicht 10min mehr (oder kürzeren Wegen beim aufhäufen) hätte ich sie auch so groß machen können, dass sie zum ausgestreckt liegen reicht (war mir aber gar nicht so wichtig).
Bilder:Anhang 48638Anhang 48639
Den Eingang hätte ich noch ein bisschen verkleinert und dann mit einer Schneekugel verschlossen. Leider war ich Dienstag morgen aber auch zeitlich stark eingeschränkt
haha da wird das kind im manne wach :D
ich habe heute auch kinder beim iglu bau beobachtet....
Nö, das Kind im Manne wurde wach als ich zum Schneemannbauen abberufen wurde:p.
Wenn man ab- und zu hochalpin unterwegs ist, sollte man solche grundlegenden Methoden zur Selbstrettung einfach mal praktisch ausprobiert haben. Dazu gehört allerdings immer auch darin wirklich zu übernachten, daher hoffe ich auf noch mehr Schnee in diesem Winter.
Anmerkung: Generell finde ich Outdoorübernachtungen sollten nicht im eigenen Garten stattfinden. Die Entscheidung diesmal im eigen Garten etwas zu bauen, war nur den Umständen geschuldet.
Naja: Outdoorübernachtungen im eigenen Garten sind aber immerhin ein Anfang, gerade für Kinder.
Wenn das etabliert ist, man erste Erfahrungen gesammelt hat und es Spaß macht kann man es ja ausbauen.
Meine haben schon mal im Baumhaus übernachtet und jetzt plant der Große für dieses Jahr eine Wanderung mit Übernachtung...
Im Garten war es nur geplant weil auf den "Feldern" zu viel los ist (Leute mit Hunden) und im Wald hohe Schneebruchgefahr bestand. Dazu kamen Zeitgründe (kein Urlaub). Generell bin ich der Meinung so etwas muss man mindestens irgendwo in freier Natur durchführen, besser noch abseits der Zivilisation.
Ich gebe Dir aber recht, im Garten ist besser als gar nicht (war auch meine Motivation es trotz dieser Sichtweise mal im eigene Garten anzugehen).
Der Garten als Einstiegsdroge im Outdoorgeschäft!
Tatsächlich habe ich schon oft draußen aber noch nie in meinem Garten übernachtet :D...würde mal Zeit werden
Letzten Sommer hatte ich eine art Hangematte mit Reisverschluss (Die Engländer schwören auf solche) zwischen zwei Bäumen im Garten ausprobiert. Zum Glück ist diese nicht Kaputt gerissen. Ich muß mir noch so ein perfektes Tarp für Regenabdeckung besorgen und perfekt.
@ Hummel Die kleinen auf Outdoor trimmen find ich nicht so gut. Weil Zivilisierung muß hart erarbeitet und erhalten werden. Wenn dann ein Hippi draus wird ist es wohl nicht gerade das gelbe vom Ei.