Islamistisch motivierte Anschläge sind nicht auf mangelnde Integration zurückzuführen. Ureinwohner, einheimische oder sonst was können der Ideologie genauso verfallen.
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Na ja (wir gleiten hier wohl aber ab):
"dass die brd(-bürger) sich hinsichtlich (bisher noch nicht optimaler) integrationsbemühungen zunächst mal selbst an der nase fassen sollte(n),..."
Damit machst du der/er sich (wenn er es gesagt hat) definitiv auch zu einfach.
Der Schlüssel liegt halt in dem, was schon period angedeutet hat: Betreuung. Und dem was ich schon gesagt habe: die kostet Geld. Womit wir wieder bei der allgemeinen Bigotterie und Problematik unserer Zeit und Gesellschaft angelangt sind.
Jein. Mangelnde Integration und das Gefühl nicht dazu zu gehören erhöhen schon das Risiko in diese Richtung abzudriften. Gerade deshalb ist eine Spaltung und Stigmatisierung von Menschen mit Migrationshintergrund, wie sie gerade rechte Parteien gerne betreiben ("Messermädchen", "der Islam" gehört nicht zu Deutschland", etc...) so gefährlich. Wenn reale Probleme aber totgeschwiegen werden, erhalten diese nur noch mehr Zulauf.
Was mich wundert, ist folgendes:
Diese Zug- aber auch andere (teils tödliche) attacken sind in der letzten zeit öfter vorgekommen oder wurden seit 2015 medial mehr hochgespielt, so dass es einem öfter vorkommt, unabhängig davon, ob die verbrecher islamisch motiviert oder(/und) psychisch gestört waren/sind.
Läge es da nicht nahe, dass zb Zugpassagiere bewaffnet fahren, um sich oder auch andere ggf. gegen solche attacken (zb durch gegenangriff) besser schützen zu können und dass dadurch ein angreifer zwischenzeitlich schon einmal neutralisiert worden sein müsste?
Wenn zb der angreifer zur tat schreitet und sich in diesem Abteil fünf einschreitbereite Bewaffnete befänden, die auf ihn einstechen, stünden die chancen doch ganz gut.
Ich wäre aus o.g. gründen gegen eine solche „Volkswappnung“, fände sie psychologisch aber naheliegend.
Der gesetzlich vorgegebene Trend geht eher in die Gegenrichtung (siehe z.B. das Verbot von Messern mit mehr als 4 cm Klingenlänge in grösseren Bahnhöfen etc.). Sprich, die gesetzestreuen Bürger*innen werden eher weniger gefährliche Gegenstände (wieder im weitesten Sinne) im Zug mitführen als früher, jemanden, der a priori vorhat, eine kriminelle Handlung zu begehen, interessieren solche Verbote natürlich allenfalls periphär. Und das ist m.E. auch ein Teil der Crux bei Waffenverboten jeder Art - was man damit primär erreicht, ist ein präventiver juristischer Handlungsspielraum, wenn man bei einer Kontrolle mit Gepäcksdurchsuchung und Leibesvisitation jemanden beim Führen entsprechender Gegenstände erwischt. Solche Kontrollen werden aber nach wie vor allenfalls extrem sporadisch durchgeführt, ich würde auch annehmen, dass die wenigsten Zugreisenden begeistert davon wären, wenn das wirklich systematisch gemacht würde (sodass nicht der Vorwurf von racial profiling aufkommen kann).
https://www.zeit.de/news/2021-11/12/...fenverbotszone
Hier ist das geregelt:
https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__42.html
Absatz 5
So eine Bewaffnung ist das eine, die konsequente Anwendung eine andere. Zudem: Allgemein zu empfehelen, sich zu bewaffnen wird wohl auch noch mehr an
Kollateralschäden verursachen, in einer Gesellschaft wo Selbst-Mäßigung und - ich nenne es mal - Grundrespekt schon bei kontroversen Meinungen schnell flöten gehen.
Da wärs mir fast lieber macht vor der Zugbesteigung eine Kontrolle wie am Flughafen (wer weiß, ob das nicht mal kommt).
sehe ich auch so.
solche kontrollen gibt es IM PRINZIP ja, denn bahnhöfe (zumindest in großstädten) sind messerverbotszonen in denen eine stark verschärfte version des 42a gültig ist: kein messer - egal welcher art - das eine klinge von über 4cm hat. es wird zwar nicht jeder und ständig kontrolliert, aber immer mehr. man sieht also: das verbot verhindert gar nichts und führt allenfalls dazu, das ein paar jugendliche und junkies ihre messer verlieren und ne anzeige am hals haben. wer "meuchelmessern" will, macht das trotzdem. den kümmert kein "verbot". sicherheitsschleusen an allen abteil-eingängen der züge? wie soll das organisatorisch gehen? wer bezahlt tausende securitys, die extra und nur dafür bundesweit eingestellt werden müssten? wie reagieren die reisenden, wenn sie erst mal ne halbve ewigkeit brauchen, um ihr abteil überhaupt betreten zu können? was ist mit dem einhalten der fahrpläne? und wie will man verhindern, dass einem täter sein messer vom komplizen durchs fenster gereicht wird (die psycho-einzeltäter hätten es etwas schwerer, für den organisierten terroristen o.ä., ist das kein problem)?
bessere lösung in die richtung: bewaffnete zugbegleiter. (aber was für ne beschissene atmosphäre beim reisen)
Dann muss man aber auch mindestens Hausnummer eine halbe Stunde "Eincheckzeit" einplanen, und ich fürchte, das bricht dem Schienenverkehr das Genick, und ich würde argumentieren, dass wir das aus diversen Gründen nicht anstreben sollten. Aktuell ist eines der Argumente für die Schiene, dass der Zug ähnlich schnell, wenn nicht gar schneller ist als der PKW. Günstiger wird das Bahn fahren durch mehr Kontrollen sicher auch nicht. Wenn da noch X Unabwägbarkeiten dazukommen, fahren die Leute halt mehr Auto - und haben dann paradoxerweise statistisch ein wesentlich höheres Risiko für Leib und Leben.
Klar, aber wer eine Waffe dabei hat, hat zumindest die Möglichkeit, diese gegen gewaltverbrecher einzusetzen, im Gegensatz zu dem, der keine dabei hat.
Wer wie wann in welcher Gefahrensituation reagiert, lässt sich m.E. ohnehin schwer voraussagen.
Wer allerdings bereits eine Waffe für eine bestimmte Gefahrensituation mitnimmt, hat m.E. zumindest schon mal einen gewissen Grundeinsatzwillen für eine derartige Situation - immerhin eine Anfangsvoraussetzung/-bewegung weg von der reinen opferhaltung.
Es sollte natürlich gerade nicht empfohlen werden (s.o.).Zitat:
Zudem: Allgemein zu empfehelen, sich zu bewaffnen wird wohl auch noch mehr an
Kollateralschäden verursachen, ...
Ich würde es aber logisch finden, wenn die Menschen aufgrund tatsächlich oder nur durch medien herbeiphantasierte erhöhte Gefahrensituationen sich auch ohne oder trotz anderweitiger empfehlung entsprechend für eine derartige Situation wappnen/vorbereiten würden.
Ist natürlich eine überlegung wert.Zitat:
Da wärs mir fast lieber macht vor der Zugbesteigung eine Kontrolle wie am Flughafen (wer weiß, ob das nicht mal kommt).
Ich werde regelmäßig kontrolliert ... i.d.R. geht es aber um den Fahrschein. Und BPol-Beamte sind auch in Zivil unterwegs ... aus einem bestimmten Grund ( nicht wegen potentieller Amokläufer ) aber sie sind da.
P.S.:
Ich nutze häufig ein Konkurrenzunternehmen der DB und da ist standardmäßig Security mit an Bord. Wenn es das Sicherheitsgefühl der anderen Mitreisenden erhöht, dann finde ich das gut.
Hattest Du nicht eine Russland-Reise geplant?
Also bei der Metro in Moskau und Sankt Peterburg gibt es deutlich mehr Sicherheit als in deutschen U-Bahnen. Man kommt auch ohne Fahrschein gar nicht erst zum Bahnsteig, was wohl ein Hauptgrund dafür ist das es viel sauberer ist. Ich bin auch überzeugt davon das die mit ihrem Fahrplan weniger Probleme haben.
Als kleine technische Anmerkung am Rande: wir haben ja primär von Messern gesprochen, was natürlich die am einfachsten zu erwerbende und am leichtesten zu tragende Form eines 'gefährlichen Gegenstandes' darstellt. Abgesehen von ihrem unstrittigen Werkzeugcharakter sind Messer natürlich auch ernst zu nehmende Waffen. Allerdings muss man kritisch anmerken, dass die defensive Einsetzbarkeit derselben gewisse Nachteile mit sich bringt - einerseits muss eine Person das Messer erst ziehen, um es einsetzen zu können, was Zeit kostet, andererseits hat man Messer gegen Messer keinen echten Rechweitenvorteil. Historisch gesehen wurden daher im 19. und frühen 20. Jh. häufig Spazierstöcke empfohlen (seltener stabile Regenschirme, die aber seit den 90ern in dieser Funktion ein gewisses Revival erleben, auch nachdem Spazierstöcke nicht mehr Mode sind), die nach wie vor legal sind - auch wenn man damit häufig schief angeschaut wird, wenn man nicht dem erwarteten Profil des Spazierstocknutzers entspricht - und einen gewissen Reichweitenvorteil bieten. Ich habe hier im Forum ja auch schon einmal angemerkt, dass meiner Meinung nach der mit Abstand effizienteste Schutz gegen ein Messer sowas ist:
https://www.youtube.com/watch?v=azUATs1OK40
Das mag auf den ersten Blick vielleicht überzogen wirken, aber nüchtern betrachtet ist selbst die durchschnittliche Schadenswirkung auf den Angreifer mit allen anderen Mitteln eher höher als ein zerbissener Messerarm.
Ich hatte mal eine Gepäcksdurchsuchung, ein weiteres Mal stand ich kurz davor (während dem G8/G7 Gipfel), Leibesvisitation bisher nie. In beiden Fällen schienen die betreffenden Beamten der Meinung zu sein, dass meine Wenigkeit gut in die zu erwartenden Täterprofile von Unruhestiftern passen würde (Ringerohren, Statur, Kleidung etc. haben wohl dazu beigetragen). Ich habe noch ein paar weitere Gepäcksdurchsuchungen bei anderen Reisenden erlebt, da schien aber eher Verdacht auf Drogenbesitz (die betreffende Person rief dann jemanden an, um die Geschichte zu erzählen, und es fiel in der Konversation der Satz "Zum Glück hatte ich nichts dabei") bzw. illegale Einfuhr von Waren im Vordergrund zu stehen.
Ich würde das ja sehr putzig finden, ich müsste mich nur beherrschen, nicht jeden zu streicheln :D Muss mich so schon sehr zusammenreissen, wenn die Grenzwache mal wieder mit dem Drogenspürhund durchkommt.
Aber Angela Merkel würde dann vermutlich nicht mehr Zug fahren:
https://www.youtube.com/watch?v=F7EIdUAcvCI
Also wenn schon, dann würde ich so ein liebes Tier in erster Linie auf Kehle und Gemächt abrichten (lassen).
Hier könnte man sich ein derartiges Hündchen (vorläufig) fertig abgerichtet besorgen.
Ist allerdings nicht ganz billig:
https://youtu.be/qOfYlztfYjY
Mein Liebling wäre ja der unverkäufliche Hund des Institutionsinhabers.
Kennt jemand den Film „Der weiße Hund von Beverly Hills“?
Das wäre dann allerdings wieder rechtlich problematisch, und man würde neben sonstigen juristischen Schwierigkeiten riskieren, dass der Hund eingeschläfert wird, nur weil er seinen Job gemacht hat, und damit hätte ich persönlich ein ziemliches Problem.
Ich sollte aber auch anmerken, dass auch im kriminellen Milieu Hunde offenbar gezielt eingesetzt werden - bei den Pariser Strassengangs soll es vor ca. zehn Jahren mal Mode gewesen zu sein, den Hund per Laserpointer zu dirigieren, inwieweit sich das gehalten hat weiss ich nicht.