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Oh, 75kg!
Das ist ja nicht gerade viel...
Sagt aber über die Qualität als Kämpfer auch nichts aus...
Ein Diskussionsansatz wäre auch nicht schlecht gewesen Vegeto.
Ich dachte wir wollten im KKB mal weg von - ich poste mal einen Clip und gucke was passiert... ;)
Ich persönlich fand es spontan interessant Lyoto dabei zu sehen und wollte den Moment kurz teilen. Wenn ihr darüber diskutieren wollt nur zu
Ja gibt es, zum Beispiel hier:
Weightlifting Performance Standards
Woher weißt du ob er vorher nicht 120 kg drauf hatte und schon x Sätze gemacht hat? Oder ob es ein Warm-Up Satz ist? Oder ob er den leichten Tag hat, wo man generell nur mit 30-50% des 1 RM trainiert
Weil er viel zu stark aus den Armen zieht, sein Rücken nicht steif genug ist, sein zweiter Zug zu schwach ist, er in der Rack Postition viel zu breit steht und die Hantel ihm nach vorne abhaut, so dass er ihr hinterher laufen muss.
Aus genau dem Grund ist ein technisch relativ anspruchsvoller Lift wie die Power Snatch ungeeignet, um die Kraft eines (nicht gewichthebenden) Athlethen einzuschätzen.
Gut können wir nicht wissen, aber ich denke mir halt was würde ich online stellen? Meinen Aufwärmsatz oder wenn ich volle Leistung zeige?
Ich will auch gar nicht kritisieren, dass der Herr zu schwach ist. Er ist ein unglaublicher Kämpfer mMn.
Fand das nur interessant weil immer wieder mal von manchen kommuniziert wir, "dies und jenes musst du drücken, reißen, ..."
Naja manch einer hat ja immer gern mal kommuniziert das kein Weg dran vorbei führt.
Kann man so nicht pauschalisieren. Gerade Atlethen, die viel ringerisch arbeiten (Ringer, Judoka, MMA'ler) profitieren ungemein von Olys. Unter fachgerechter Anleitung ist das Verletzungsrisiko auch nicht höher (mMn sogar geringer) als auf der Matte. Die Lernkurve ist bei Übungen wie Power Cleans auch noch relativ steil, so dass man sehr schnell effektiv und verletzungsfrei trainieren kann.
Ob man jetzt natürlich ein halbes Jahr im Gewichtherberverin investieren muss, um eine gescheite full snatch hinzubekommen, kann man natürlich diskutieren. nötig ist es natrürlich nicht, es schadet aber vermutlich auch nicht sonderlich. Würde ich am Ende vom Atlethen und seiner Affinität zum Kraftsport abhängig machen.
Krafttraining wird überbewertet. Ich hab soviele gute Leute kennengelernt, teilweise weltklasse Grappler die nicht gepumpt haben und trotzdem viel Power hatten.....
Schwere Kraftleistungen = hoher Trainingsaufwand
Und die Jungs haben mit ihrem MMA Training schon genug zu tun......
das die übung auch vorteile für athleten mit sich bringt , wenn man nicht so viel gewicht auflegt.
:biggrinan bist du noch in deinem alter ein athlet ??
vorallem sind die olym. gewichtheber diziplinen auch sehr technisch, weil sie sehr komplexe bewegungsabläufe sind. eine kniebeuge ist schon einfacher :D
Olympisches Gewichtheben ist extrem technisch und auch wenn einige Fighter vielleicht drauf schwören, gibts genug die das nicht machen und ich behaupte mal, das es gerade für MMA/BJJ Fighter keinen echten Grund gibt, unbedingt sowas zu machen.
Der Aufwand das zu lernen und das Verletzungsrisiko stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen den Sie daraus ziehen.....
Wenn man unbedingt mit schweren Gewichten arbeiten will, kann man das einfach mit Trapbar Deadlifts, Zercher Squat, Bankdrücken und schweren Klimmzügen. Das sind wesentlich einfachere Übungen.
Wenn man nach dem Kampf wieder aufgewacht ist, kann man dem gegner ja nochmal erklären, wieviel man genau schafft, und warum das einen zu einem besseren kämpfer macht :D
es ist -wie schon richtig gesagt wurde- Standreissen (powersnatch) und kein bench press. 75kg im powersnatch sind für einen Nicht-Kraftsportler verdammt ordentlich. Es gibt nichts besseres für die Schnellkraft, explosivitäts Entwicklung. Wobei ich für den reinen Maimalkraftaufbau den clean&press bevorzugen würde.
Das muss man differenzieren: Die Aussage würde ich so unterschreiben für das, was man heute bei internationalen GH Wettkämpfen und auf dem Elite Level sieht. Bis ca. 1960 war das GH aber eine ganz anderer Sport. Die Gründe waren:
- Das Drücken war Wettkampfübung. Dies ist vom Charakter her mehr ein Powerlift, der ganze Athletentypus war anders als heute. Es gab Lute, die nur durch ihre Leistungsstärke im Drücken das geschehen dominierten, wie etwa Doug Hepburn, Paul Anderson oder Humberto Silvetti. Leute, die heute im Powerlifting anzutreffen wären. Zu der Zeit war das Drücken auch noch nicht so flashy wie in spätern Jahren, sondern wurde etwa ausgeführt wie ein bench press.
- Die meisten Heber konnten keine squat clean oder squat snatch ausführen. Statt dessen wurde der Ausfallschritt verwendet. Die dadurch mangelnde Tiefe musste durch mehr Kraft in der Zugphase ausgeglichen werden.
- Die Stange durfte in der Zugphase beim Clean und snatch nicht die Oberschenkel berühren. Es musste also vom Körper weggehoben werden, was deutlich mehr Kraft erfordert.
Insgesamt war das Training/technisches Können und Material viel primitiver als heute. Reine Maxmal- und Schnellkraft waren die entscheidenden Faktoren. Die Transformation in den technischeren Sport, wie wir ihn heute kennen, begann in den 1960ern durch die Soviets. Und dann nach 1973 durch den Wegfall des Standdrückens. Alles in allem ist dieses "old School" Gewichtheben technisch nicht viel anspruchsvoller gewesen als das heutige Powerlifting.