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Thema: Conor McGregor schlägt Bargast

  1. #76
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    Zitat Zitat von PhilExpat Beitrag anzeigen
    Sicher nicht nach Mama aber vielleicht vor Schmerz. Wobei, ich mache Karate und Arnis - nicht dass ER dann nach Mama schreit !

    Wahrscheinlich würde er ja aber ganz schnell abhauen, so wie es Feiglinge eben tun.
    Aber dank CCTV überall würde die Polizei ihn sehr schnell ausfindig machen, und dann wäre es für ihn besser sich NICHT gegen die Festnahme zu wehren - denn die Polizei hat das Recht einen Straftäter zu erschiessen wenn der sich gegen seine Festnahme wehrt. Bei Mr. Connors Temprament sehe ich da schwarz für ihn lach

  2. #77
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    Zitat Zitat von 1789 Beitrag anzeigen
    Lieber kelte, ich bin einer der wenigen, die hier nicht mal im Ansatz dein ganzes Werk gelesen haben.
    Aber es scheint mir, angHell hat da bisschen mehr von deinen Texten speziell im Bereich mma gelesen........

    Gruss1789
    Bei mir kann er dergleichen nicht gelesen haben.

  3. #78
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Bei mir kann er dergleichen nicht gelesen haben.
    Als ob du jemals zugeben würdest falsch zu liegen. Siehe dieser Thread.

  4. #79
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Er wollte nur eine kleine Lektion erteilen und hat ihm, nachdem der Herr sich abgedreht und Richtung Barwand geguckt hat, also ganz woanders hin, so richtig hinterhältig und planmäßig (besonders das ist der Grund für Gefährliche Körperverletzung) eins in die Fresse gehauen, natürlich wohl dosiert. Komisch dass das aus deiner Tatstaur kommt, wo sonst die Rücksichtnahme bei diesn Profos ein Fremdwort ist, anchd einer Auffassung.
    Er hätte ihm auch gegen die Schulter hauen oder ihn nach draußen auffordern können. Wäre auch bescheuert weil unverhäznismäßig gewesen, aber nicht so abgründig fies. Das dann grade MCGregor dann noch Rücksicht genommen haben soll bei dem Schlag, das nehme ich nicht ab. Er stand etwas weit weg, weil noch ein Hocker dazwischen, sonst hätte der den wohl richtig voll vom Hocker geballert.

    Ob es eine Anzeige gab oder nicht ist leider nicht bekannt. Vielleicht ist der Alte so gemütlich dass er nicht mal darauf Bock hatte. Harmlos war das keinesfalls.
    Hab schon von mehreren Fällen gelesen wo ein Schlag ausreichte.
    Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass die Schläge die Schlimmsten sind, die du nicht kommen siehst. Ich denke auch, dass der Herr am Tresen sich weggedreht hat, um der Konfrontation auszuweichen und somit den Schlag nicht gesehen hat.

    Das dieser trotz dieser Umstände keinerlei erkennbare Wirkung oder Spuren hinterlassen hat ist eigentlich nur dadurch zu erklären, dass kein Dampf hinter dem Schlag war.

    Ich sehe dort nicht mal im Ansatz eine gefährliche Körperverletzung.

    Ich bin weit davon entfernt das Verhalten als normal zu bezeichnen, dass ein trainierter Kämpfer aus vermutlich nichtigem Grund einen älteren Herrn angreift. Und dann noch in einem Moment, wo sich dieser wegdreht und möglicherweise darauf setzt, nicht hinterrücks geschlagen zu werden.

    Aber all das, was du richtigerweise ins Feld führst (Hocker, Entfernung etc.) hat auch McGregor gesehen und ich bin mir sicher, dass er damit wusste, dass sein Schlag keine "zerstörerische" Wirkung haben würde. Der Typ ist Profi darin, anderen Leuten weh zu tun.
    Wenn der nicht einschätzen kann, in welcher Situation ein Schlag welche Wirkung hat, wer dann?

    Letztendlich fehlt in dem Video nicht nur der Ton generell, auch wurden ein paar Minuten zwischen Whiskey ablehnen und dem Schlag rausgeschnitten. Wir können nicht wissen, ob der ältere Herr McGregor durch irgendwelche Äußerungen oder Beleidigungen provoziert hat.

    Zum einen denke ich, dass diese Werbeaktion mit dem Pub abgesprochen gewesen ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du als Whiskey-Vertreter einfach so in einen Pub gehen kannst und dort kostenlos Whiskey verteilen darfst.

    Zum anderen scheint mir der ältere Herr von Anfang an auf Krach gebürstet zu sein, in dem Video ist gut erkennbar, mit welchem Nachdruck er das hingestellte Glas wieder zurückstellt. Das finde ich ungewöhnlich, ich würde in so einer Situation ein freundliches "Nein danke, ich bleib bei meinem Bier" von mir geben.

    Ich will damit nur sagen, zu einem Streit gehören immer 2. Und letztendlich ist anhand des Videos nicht erkennbar, was zu der Eskalation geführt hat. Ich finde das Verhalten von McGregor aufdringlich, der dem Mann noch ein 2. Glas hinstellt, obwohl dieser das erste bereits zurückgestellt hatte, und ich finde merkwürdig, mit welchem Nachdruck der Herr sich weigert, das Glas vor seiner Nase zu akzeptieren. Im einfachsten Fall hätte er einfach nichts getrunken oder nur mal dran genippt.

    Ich bin mir nichtmal sicher, ob McGregor überhaupt seinen Whiskey hier vermarkten wollte oder ob er einfach ne Flasche dort gekauft und ne Runde hat ausgeben wollen. Vielleicht gab es irgendeinen Anlass zu feiern. Keine Ahnung.
    Geändert von kelte (18-08-2019 um 09:31 Uhr)

  5. #80
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Bei mir kann er dergleichen nicht gelesen haben.
    Achso, dann sind wir uns ja einig, dass es unter sportlich/moralischen Gesichtspunkten keinen großen Unterschied zwischen MMA und Fußball gibt, auch wenn es bei letzterem häufigere und schwerwiegendere Verletzungen gibt. Ist halt ein verletzungsintensiverer Sport als andere. Mit den Todesfällen hängt ja dann doch vermutlich mehr mit Doping zusammen und betrifft hauptsächlich die oberen Ligen, das klammern wir mal wohlwollend aus. Kann ja nicht alles so gefährlich wie Radfahren oder Motorradrennen sein.

  6. #81
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    Zitat Zitat von angHell Beitrag anzeigen
    Achso, dann sind wir uns ja einig, dass es unter sportlich/moralischen Gesichtspunkten keinen großen Unterschied zwischen MMA und Fußball gibt, auch wenn es bei letzterem häufigere und schwerwiegendere Verletzungen gibt. Ist halt ein verletzungsintensiverer Sport als andere. Mit den Todesfällen hängt ja dann doch vermutlich mehr mit Doping zusammen und betrifft hauptsächlich die oberen Ligen, das klammern wir mal wohlwollend aus. Kann ja nicht alles so gefährlich wie Radfahren oder Motorradrennen sein.
    Nö, da sind wir uns nicht einig, weil es schlicht Unsinn ist, was du dir zusammendichtest. Die berühmten Äpfel und Birnen.

  7. #82
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Die berühmten Äpfel und Birnen.
    Was soll mit denen sein?

    IMG_5050.JPG
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  8. #83
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  9. #84
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Das dieser trotz dieser Umstände keinerlei erkennbare Wirkung oder Spuren hinterlassen hat ist eigentlich nur dadurch zu erklären, dass kein Dampf hinter dem Schlag war.
    Na ja, ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht. Jeder Mensch hat andere Nehmerqualitäten, auch schon von Natur aus.

    Wenn man das Video auf großem Schirm und verlangsamt ansieht, kann man gut erkennen, wie stark der Kopf des älteren Herrn durch den Treffer beschleunigt. Das ist zumindest potenziell sehr gefährlich, auch für die Halswirbelsäule.

    Nur weil nichts passiert ist, heisst das nicht, dass keine Power in dem Schlag lag. Wenn es schlecht läuft, kann durch den Schlag ein Halswirbel brechen oder ein Blutgefäß im Gehirn abreißen und dann kippt der Mann tot vom Barhocker.

    Zum anderen scheint mir der ältere Herr von Anfang an auf Krach gebürstet zu sein, in dem Video ist gut erkennbar, mit welchem Nachdruck er das hingestellte Glas wieder zurückstellt. Das finde ich ungewöhnlich, ich würde in so einer Situation ein freundliches "Nein danke, ich bleib bei meinem Bier" von mir geben.
    Ich will damit nur sagen, zu einem Streit gehören immer 2. Und letztendlich ist anhand des Videos nicht erkennbar, was zu der Eskalation geführt hat.
    Gebe ist dir recht; außerdem kennen wir die Vorgeschichte nicht... die begegnen sich wahrscheinlich nicht zu ersten Mal.

    Trotzdem: Wenn ein trainierter Vollkontaktsportler wie McGregor, einen älteren Herrn unter bewusster Ausnutzung von dessen Arg- und Wehrlosigkeit, mit blanker Faust mitten ins Gesicht schlägt, ist das eine unverzeihliche Aktion.

    McGregor sollte nie wieder einen Ring oder Käfig betreten dürfen. Wenn der nicht lebenslang von jedem Wettkampf ausgeschlossen wird, muss man sich fragen, was eigentlich noch passieren muss.
    Geändert von Damiano R. (19-08-2019 um 07:18 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert.
    Die einen kennen mich, die anderen können mich.

  10. #85
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass die Schläge die Schlimmsten sind, die du nicht kommen siehst. Ich denke auch, dass der Herr am Tresen sich weggedreht hat, um der Konfrontation auszuweichen und somit den Schlag nicht gesehen hat.

    Das dieser trotz dieser Umstände keinerlei erkennbare Wirkung oder Spuren hinterlassen hat ist eigentlich nur dadurch zu erklären, dass kein Dampf hinter dem Schlag war.
    Hinter dem Schlag war Dampf. Habs mir mehrfach angegeguckt und behaupte, dass lediglich die Entfernung die Wirkungs-Energie genommen hat. Aber nicht weil MCGregor das wollte, sondern weil die Situation e sihm nicht besser ermöglichte. Direkt anch Ausführung, evtl sogar noch währendes letzten Abschnittes der Schlagausführung gerifen UMstehende ein und ziehe ih nach draußen. Warum wohl? Weil MCGregor sich sonst zu heftig entschuldigt hätte? Ich hab eher den Eindruck, der hätte bald noch mehr losgelegt.


    Ich sehe dort nicht mal im Ansatz eine gefährliche Körperverletzung.
    Es würde helfen sich den Paragraphen 224 StgB genauer anzuschauen (ja ich weiß, das passieret nicht in De, aber gehen wir halt mal so vor). Wie ich oben schon postete sehe ich zumindest §224 I Nr. 3 als durchaus gegeben.

    Zudem schlägt die Faust in der Nähe der Schläfe ein (§224 Nr. 5):

    https://www.apotheken-umschau.de/Geh...ko-553127.html




    Wenn der nicht einschätzen kann, in welcher Situation ein Schlag welche Wirkung hat, wer dann?
    Ach so, weil Kampfsportler wissen, was Sie können pflegen Sie grundsätzlich Zurückhaltung? Grade auch ein MCGregor? Steile These.
    Es könnte genau umgekehrt sein im Sinne "Ich habs drauf, also nutze ich es auch." Da wär er nicht der erste:

    https://www.ndr.de/nachrichten/niede...trasse116.html

  11. #86
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Hinter dem Schlag war Dampf. Habs mir mehrfach angegeguckt und behaupte, dass lediglich die Entfernung die Wirkungs-Energie genommen hat.
    Nö, das war ein schneller Jab, ohne Kraft, eher schnell geschlagen, sozusagen "die Ohrfeige mit geschlossener Hand "...
    Suckers try it, but I don't buy it.

  12. #87
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Hinter dem Schlag war Dampf.
    Habs mir mehrfach angegeguckt und behaupte, dass lediglich die Entfernung die Wirkungs-Energie genommen hat. Aber nicht weil MCGregor das wollte, sondern weil die Situation e sihm nicht besser ermöglichte.
    Wenn Dampf hinter dem Schlag gewesen wäre, hätte es den Herrn vom Hocker geholt. Mir ist auch nicht ganz klar, weshalb du vermutest, dass McGregor die Distanz nicht hätte verringern können. Ich denke, dass hier 10cm oder 20cm schon viel Unterschied ausgemacht hätten. Und McGregor ist ganz gewiss kein Bewegungsidiot, der stand nicht vor einem Panzer.

    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Es würde helfen sich den Paragraphen 224 StgB genauer anzuschauen (ja ich weiß, das passieret nicht in De, aber gehen wir halt mal so vor). Wie ich oben schon postete sehe ich zumindest §224 I Nr. 3 als durchaus gegeben.
    Das passiert, wenn juristische Laien wie wir Gesetze interpretieren. Der Gesetzgeber versteht hinter einem "hinterlistigen" Überfall etwas ganz anderes als was wir uns vielleicht darunter vorstellen. So ist zum Beispiel ausdrücklich kein überraschender Angriff damit gemeint oder ein Angriff, während jemand in eine andere Richtung schaut. Ein hinterlistiger Angriff setzt eine Planung voraus, so das üblicherweise jeder spontane Angriff keine Hinterlist ist.

    Ein hinterlistiger Überfall wäre beispielsweise gewesen, wenn McGregor den Mann überredet hätte, im Rahmen eines Spiels Handschellen anzulegen und anschliessend dessen dadurch eingeschränkte Verteidigungsfähigkeit genutzt hätte, ihm eine reinzuschlagen.

    Die Auseinandersetzung auf dem Video hat wirklich nichts mit einer schweren Körperverletzung zu tun.

    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Zudem schlägt die Faust in der Nähe der Schläfe ein (§224 Nr. 5)
    McGregor schlägt den Mann, als dieser gerade seinen Kopf wegdreht. Ich glaube nicht, das er gezielt einen besonders empfindlichen Bereich treffen wollte. Wenn es seine Absicht gewesen wäre, dem Mann ernsthaft weh zu tun, hätte er einfach die Distanz entsprechend reduziert und mit voller Kraft zugelangt.

    Ich bin mir zumindest in dem Punkt sicher, dass ein MMA Superstar einen arglosen älteren Herrn vom Barhocker schlägt, wenn er das will.

    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Ach so, weil Kampfsportler wissen, was Sie können pflegen Sie grundsätzlich Zurückhaltung?
    Keine Ahnung, wie du auf so eine Aussage kommst.

  13. #88
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    Naja Du làsst Dich über die Interpretation eines Gesetzes durch Laien aus, das hindert Dich aber nicht daran, im gleichen Abschnitt als Laie genau dies zu praktizieren...
    Dass Hinterlist eine Planungsabsicht beinhaltet, stimmt schon. Aber wann Planung beginnt ist sehr unterschiedlich, weswegen dies auch von allen Begleitumständen abhängt und in ähnlichen Konstellationen durchaus unterschiedlich gewertet werden kann. Daher ist das alles nicht so einfach zu beurteilen und mit einem erfundenen Beispiel kommt man der Sache auch nicht näher.

    Und was Du hier über den Sport MMA in Deutschland vom Stapel lässt, ist schlicht und einfach falsch. Klar gibt es da Szenen, in denen sich allerhand dubiose Menschen treffen, das liegt aber eher an der Popularität in den letzten Jahren und dem Hang solcher Menschen zur Gewalt. Ich habe bisher im MMA, wie im Kampfsport generell durch die Bank fairere Sportler als in vielen anderen Bereichen kennengelernt.

    Bei dem Video denke ich nicht, dass hier irgend etwas gestellt ist. Der Typ denkt eben, er kommt mit seinem gelebten Image durch. Daher auch the notorious. Ich vermute auch, Conor will den Bargast nicht schwer treffen. Das ist eher einer seiner typischen "kleinen Austicker", die immer wieder passieren. Dennoch bleibt das Verhalten einfach asozial und gehört ordentlich bestraft.
    It 's not who I'm underneath but what I do that defines me. Bruce Wayne
    Dabei würdest Du sogar beim Schattenboxen verlieren. Kannix

  14. #89
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Wenn Dampf hinter dem Schlag gewesen wäre, hätte es den Herrn vom Hocker geholt.
    Der Schlag war feste genug, um den Kopf und Körper deutlich nach hinten bzw. zur Seite fliegen lassen sieht man in den schnellen und langsamen Bildersequenzen ganz gut.


    Mir ist auch nicht ganz klar, weshalb du vermutest, dass McGregor die Distanz nicht hätte verringern können.
    Er wollte offensichtlich genau aus der Position raus schlagen, ein anderer Mann, der ihn nach dem Schlag sofort mit abdrängt, sitzt
    - leicht nach hinten versetzt - zwischen MCGregor und dem Geschlagenen und macht es zumindest etwas schwieriger etwas näher
    ranzugehn. MC Gregor hat sich aber wohl ausgeguckt das es reichen würde zu treffen und das hat er ja ganz ordentlich.

    Das passiert, wenn juristische Laien wie wir Gesetze interpretieren.
    Ja nun, das dürfte wohl auf über 80 bis 90 % vieler Diskussionen (Ich sag nur: "Politik") zutreffen, je nachdem wie man "Laie" definiert.
    Die wenigsten dürften jedenfalls sämtliche Studiengänge avsolviert haben und selbst bei Jura reicht ein Studium auch noch nicht,
    um alles "final" und unangreifbar beurteilen zu können. Abgesehen davon, ist es ein Merkmal in der Juristerei, dass vor Gericht über die Auslegung von Gesetzen
    kontrovers diskutiert wird, Urteile weden aufgehoben, Gutachten zur Klärung werden erstellt, "Gegengutachten" und in der Fachliteratur
    wird über viele Seiten ausgebreitet und argumentiert (z.B. darüber ob ein Körperteil ein Werkzeug ist: https://strafrecht-online.org/proble...ches-werkzeug/) etc..

    Der Gesetzgeber versteht hinter einem "hinterlistigen" Überfall etwas ganz anderes als was wir uns vielleicht darunter vorstellen. So ist zum Beispiel ausdrücklich kein überraschender Angriff damit gemeint oder ein Angriff, während jemand in eine andere Richtung schaut. Ein hinterlistiger Angriff setzt eine Planung voraus, so das üblicherweise jeder spontane Angriff keine Hinterlist ist.
    Ich hab einige der Texte im Netz zu dem Thema gelesen. Es trifft u.a. zu, dass z.B ein Angriff von hinten nicht - ich sage - per se (!)
    nicht als hinterlistig zu betrachten sei (ein Überfall ist es schon). Demgegenüber, wenn jd. im Verlauf eines Streits die Hand reicht und
    mit der anderen zuschlägt schon. Das finde ich z.B diskutierenswert, denn bei einem Streit könnte man nun meinen, dass dass
    (spätere) Opfer hier vielliecht hätte ahnen können, dass es getäuscht wird, sodass keine Hinterlist vorliegt. Oder der Überfall keiner ist.
    Ich könnte mir vorstellen, dass auch dieses Beispiel, wie auch viele andere in der Juristerei, kontrovers betrachtet wird. Dazu müsste
    man jetzt in den Bibliotheken graben.

    Wie auch immer: § 224 StGb besagt also, das ein "überraschender, unerwarteter Angriff durchgeführt wird und der Täter dabei planvoll seine wahren Absichten versteckt, um dem Opfer die Möglichkeit zu nehmen, sich dagegen wehren zu können-" ( zit. nach : https://www.strafrecht-anwalt-mannhe...perverletzung/).

    Mag sein, dass in diesem Fall dass das Kriterium "planvoll seine Absichten versteckt" hier nicht so einfach zuzuorden ist. Ist die Frage, ob das Abwarten MCGregors des Wegdrehens (des älzeren Herrens) und der verdeckte, von unten kommende Schlag als eine planvolle, die Absicht versteckende Aktion bewertet werden können. Komplett ausgeschlossen? Sehe ich jetzt nicht so. Aber als Laie darf ich das ja.

    Die Auseinandersetzung auf dem Video hat wirklich nichts mit einer schweren Körperverletzung zu tun.
    In der Tat! Ging es doch aus meiner Sicht die ganze Zeit um gefährliche (!) Körperverletzung. Auch hier mag der Begriff irritieren, könnte er dem Laien
    vermitteln, dass eine gefährliche Verletzung tatsächlich vorliegt bzw. sich ereignet hat. Dem ist aber ausdrücklich nicht so. Nach § 224 Nr. 5 muss die Handlung "lediglich" objektiv generell geignet sein, das Opfer in Lebensgefahr zu bringen. Nun meinen einige, dass war eher ein harmloser Schlag, was ich wiederum für verhamlosend halte. (Hervorh. von mir)

    Aber schauen wir was Juristen dazu meinen (was ich so auf die Schnelle finde konnte): https://books.google.de/books?id=KD9...20sein&f=false

    Dazu noch: https://www.waz.de/region/rhein-und-...226482903.html

    https://www.merkur.de/bayern/toedlic...t-3433401.html


    Ich glaube nicht, das er gezielt einen besonders empfindlichen Bereich treffen wollte.
    Wäre aber für die o.a. Bewertung nach § 224 Nr.5 nicht relevant. Er trifft den Mann nicht weit von der Schläfe.
    Unabhängig davon gibt es genug Fälle , wo die Leute gestürzt sind und sich den Schädel brachen und starben.
    Auch Vorschädigungen an den Gefäßne können dann zum Tode führen, selbst wenn der Schlag an sich nicht als
    tödlich anzusehen ist-


    Ich bin mir zumindest in dem Punkt sicher, dass ein MMA Superstar
    einen arglosen älteren Herrn vom Barhocker schlägt, wenn er das will.
    Du kannst nicht ausschließen, dass er das zumindest in Kauf genommen hat. Wie sollte er auch?
    Und mich wundert, das du hier die Zurückhaltung eines MMA Kämpfers betonst, während du doch - wenn ich mich recht erinnere -
    sonst eher deren mangelndes Gewissen beklagst und deren Bereitschaft zur skrupellosen Brutalität. Kannst du ja machen, aber ist schon
    komisch dass ausgerechnet hier in der Bar dann das Gewissen bei einem greifen soll, der für Zurückhaltung - auch außerhalb des Rings -
    sonst nicht so bekannt ist.
    Geändert von Kusagras (19-08-2019 um 07:59 Uhr) Grund: Ergänzung.

  15. #90
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Der Schlag war feste genug, um den Kopf und Körper deutlich nach hinten bzw. zur Seite fliegen lassen sieht man in den schnellen und langsamen Bildersequenzen ganz gut.
    ja schon, aber für mich halt ein typischer McGregor-Austicker. Ähnliche Aktionen hab ich schon öfters außerhalb des Octagons gesehen, z.B. beim stare down. Die Intention war da nicht, den anderen zu verletzen, ich glaub eher, Conor hat überhaupt nicht groß gedacht
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    Dabei würdest Du sogar beim Schattenboxen verlieren. Kannix

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