Kennst Du das Buch Neukölln ist überall? Ist von 2012... Eine Freundin von mir ist in Neukölln aufgewachsen, die wurde schon auf offener Straße dumm angemacht und dann KO geschlagen und auch mal mit dem Messer angegriffen und verletzt. Vor den 16 Jahren Merkel...
Ist natürlich so, dass jemand der seit Jahrzehnten in FFM lebt keine Ahnung hat aber marq es checkt. Kann ja nicht anders sein. Mal wieder...![]()
Naja, man kann beide Eindrücke unter einen Hut bringen: Die Neuköllner oder Kreuzberger oder Frankfurter Hotspots sind wahrscheinlich nicht mehr ganz so schlimm wie früher in den 80ern/90ern (oder gleich geblieben), dafür gibt es eine fortschreitende Ausbreitung solcher Zustände in vormals "normale" Gegenden. Ich sehe das hier in Berlin im Prenzlauer Berg/Pankow: Fortschreitende Vermüllung auf der Straße, immer mehr Dönerbuden, Barbershops usw. über die letzten 5–10 Jahre. Letztens wurde hier auch eine Frau von einem Afghanen auf offener Straße erstochen. Ähnlich wird es in anderen Gegenden Deutschlands sein, schätze ich mal.
Geändert von egonolsen (31-12-2025 um 15:03 Uhr)
"man ist keine elitäre gruppe, die den richtigen weg bestreitet, und die wahrheit für sich in anspruch nehmen kann, weil man eine minderheitenmeinung vertritt." - Marq Aurel
Ich hab ja auch geschrieben Neukölln war schon immer asozial und nicht es war schon immer überall asozial![]()
Nachtrag - aus meiner Sicht ein guter und differenzierter Artikel zum Thema, falls Ihr irgendwie drauf zugreifen könnt:
https://www.zeit.de/politik/2025-12/...ung-sicherheit
Geändert von egonolsen (31-12-2025 um 15:09 Uhr)
"man ist keine elitäre gruppe, die den richtigen weg bestreitet, und die wahrheit für sich in anspruch nehmen kann, weil man eine minderheitenmeinung vertritt." - Marq Aurel
Das mit der Vermüllung kann ich bestätigen. Das ist hier vor ein paar Jahren aufgetreten und reisst nicht mehr ab. Dabei brauchen die Leute nur anrufen. Aber die wollen keine Termine machen, "Ich wills sofort " ist das Motto. Kursioserweis hat das in Gegenden wo es besonder schlimm war dazu geführt, dass dort Extra-Räumlichkeiten für Sperrmüll geschaffen wurden: man bekommt einen Schlüssel, trägst es hin und lässt es dort einfach fallen. Diejenigen Korrekten (also dort wo es die RExtraräume nicht gibt), machen weiterhin Termine, warten brav und dürfen erst Tag vorher raustragen... . Und bekommen natürlich keinen Extra-Raum.Anfnag der 2000er gab es bei mir auch noch keine Drogenszene. Die hat sich dann aufgebaut. Seit 2,3 Jahren ist es ruhiger, ggf hat man umstrukturiert oder es kamen mal ein paar in den Knast.
Dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben ...
Ich habe die 90er als eine Zeit wahrgenommen, wo es noch mehr " Miteinander " gab. Das hat sich z.T. verschoben. Es gibt heute mehr Vereinzelung, weniger " Miteinander " ... jedenfalls ist das mein persönlicher Eindruck. Die Entwicklung geht stärker in Richtung Individualisierung, jeder ist so für sich. Ich war in den letzten Jahren viel im ÖPNV unterwegs und da kann man interessante Beobachtungen machen. DIe meisten sitzen stumm nebeneinander, ich kann mich an Zeiten erinnern wo das nicht so war. Viele wirken müde und abgehetzt, ich fand es auffällig wieviele am späten Nachmittag/frühen Abend schon Alkohol konsumierten. Die sichtbare Armut hat auch zugenommen. Man kann heute den sozialen Status vieler Menschen an den Zähnen ablesen ... fast schon englishce Verhältniße. Manchen Leuten scheint es auch völlig egal zu sein, wie sie tagsüber herumlaufen. Wartet man an Haltestellen in größeren Städten dauert es nicht lange und man wird angebettelt. Das gab es immer, aber in der Häufigkeit ?
Trotzdem bin ich der Überzeugung das sich das auch umkehren läßt. Wenn es in den " gar-nicht-so(zialen)-Medien " immer mehr KI-Blödsinn gibt, könnte es ja sein daß die Leute da keinen Spaß mehr dran haben und sich davon abwenden. Dann reden wir wieder mehr miteinander und gehen vielleicht auch respektvoller miteinander um. Wertewandel hat es ja schließlich immer gegeben und vielleicht auch mal wieder in eine positivere Richtung.
Ob meine alltäglichen Kontakte mit meinen Mitmenschen irgendwie unangenehmer geworden sind, bzw. mir allgemein mehr Unfreundlichkeit bis Aggressivität entgegenschlägt, würde ich von der Frage trennen, ob die Kriminalität gestiegen ist bzw. ob mehr Irre durch die Straßen laufen.
"man ist keine elitäre gruppe, die den richtigen weg bestreitet, und die wahrheit für sich in anspruch nehmen kann, weil man eine minderheitenmeinung vertritt." - Marq Aurel
Haupttreiber vielleicht nicht, aber das ganze ist doch irgendwie die Krönung des ganzen. " Wichtig " ist nur noch das Smartphone und die nächste Meldung aus den " sozialen " Medien. Das führt dann zu weniger Aufmerksamkeit der eigenen Umwelt und eben auch zu einer gewissen Rücksichtslosigkeit.
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