
Zitat von
Willi von der Heide
Dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben ...
Ich habe die 90er als eine Zeit wahrgenommen, wo es noch mehr " Miteinander " gab. Das hat sich z.T. verschoben. Es gibt heute mehr Vereinzelung, weniger " Miteinander " ... jedenfalls ist das mein persönlicher Eindruck. Die Entwicklung geht stärker in Richtung Individualisierung, jeder ist so für sich. Ich war in den letzten Jahren viel im ÖPNV unterwegs und da kann man interessante Beobachtungen machen. DIe meisten sitzen stumm nebeneinander, ich kann mich an Zeiten erinnern wo das nicht so war. Viele wirken müde und abgehetzt, ich fand es auffällig wieviele am späten Nachmittag/frühen Abend schon Alkohol konsumierten. Die sichtbare Armut hat auch zugenommen. Man kann heute den sozialen Status vieler Menschen an den Zähnen ablesen ... fast schon englishce Verhältniße. Manchen Leuten scheint es auch völlig egal zu sein, wie sie tagsüber herumlaufen. Wartet man an Haltestellen in größeren Städten dauert es nicht lange und man wird angebettelt. Das gab es immer, aber in der Häufigkeit ?
Trotzdem bin ich der Überzeugung das sich das auch umkehren läßt. Wenn es in den " gar-nicht-so(zialen)-Medien " immer mehr KI-Blödsinn gibt, könnte es ja sein daß die Leute da keinen Spaß mehr dran haben und sich davon abwenden. Dann reden wir wieder mehr miteinander und gehen vielleicht auch respektvoller miteinander um. Wertewandel hat es ja schließlich immer gegeben und vielleicht auch mal wieder in eine positivere Richtung.
Wie kommst du darauf, dass soziale Medien und KI die Haupttreiber der zunehmenden Verwahrlosung, Vermüllung und Verrohung von ehemals "normalen" Gegenden sein sollen?
"man ist keine elitäre gruppe, die den richtigen weg bestreitet, und die wahrheit für sich in anspruch nehmen kann, weil man eine minderheitenmeinung vertritt." - Marq Aurel