Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
Klar, aber wer eine Waffe dabei hat, hat zumindest die Möglichkeit, diese gegen gewaltverbrecher einzusetzen, im Gegensatz zu dem, der keine dabei hat.
Wer wie wann in welcher Gefahrensituation reagiert, lässt sich m.E. ohnehin schwer voraussagen.
Wer allerdings bereits eine Waffe für eine bestimmte Gefahrensituation mitnimmt, hat m.E. zumindest schon mal einen gewissen Grundeinsatzwillen für eine derartige Situation - immerhin eine Anfangsvoraussetzung/-bewegung weg von der reinen opferhaltung.
Als kleine technische Anmerkung am Rande: wir haben ja primär von Messern gesprochen, was natürlich die am einfachsten zu erwerbende und am leichtesten zu tragende Form eines 'gefährlichen Gegenstandes' darstellt. Abgesehen von ihrem unstrittigen Werkzeugcharakter sind Messer natürlich auch ernst zu nehmende Waffen. Allerdings muss man kritisch anmerken, dass die defensive Einsetzbarkeit derselben gewisse Nachteile mit sich bringt - einerseits muss eine Person das Messer erst ziehen, um es einsetzen zu können, was Zeit kostet, andererseits hat man Messer gegen Messer keinen echten Rechweitenvorteil. Historisch gesehen wurden daher im 19. und frühen 20. Jh. häufig Spazierstöcke empfohlen (seltener stabile Regenschirme, die aber seit den 90ern in dieser Funktion ein gewisses Revival erleben, auch nachdem Spazierstöcke nicht mehr Mode sind), die nach wie vor legal sind - auch wenn man damit häufig schief angeschaut wird, wenn man nicht dem erwarteten Profil des Spazierstocknutzers entspricht - und einen gewissen Reichweitenvorteil bieten. Ich habe hier im Forum ja auch schon einmal angemerkt, dass meiner Meinung nach der mit Abstand effizienteste Schutz gegen ein Messer sowas ist:



Das mag auf den ersten Blick vielleicht überzogen wirken, aber nüchtern betrachtet ist selbst die durchschnittliche Schadenswirkung auf den Angreifer mit allen anderen Mitteln eher höher als ein zerbissener Messerarm.