Stimmt. Ich hatte nicht an Stösse gedacht, wo vorher beide Körper in Bewegung sind. Und ich war (automatisch) davon ausgegangen, dass der stossende Körper nachher ruhen würde oder seine Bewegungsrichtung beibehält. Zumindest wird der andere Fall ja nie geübt.
Und unter den Bedingungen trifft meine Annahme, glaube ich, zu.
Sollen wir daraus jetzt schliessen, dass wir beim Mae-geri mehr erreichen, wenn wir nachher selbst umfallen?
Distanzüberbrücken ja, aber festerer Stand?
Es geht mir auch nicht um das Drehen des Oberkörpers oder solche Anpassungen der Haltung, sondern wirklich um den Schritt vorwärts und die Schwerpunktsbewegung. Dass das Sinn macht, bezweifle ich nicht.
Klar. Energie und Impuls werden auf die beiden stossenden Körper verteilt, umgekehrt dem Masseverhältnis. Stehe ich fest, zählt die Erde zu meiner Masse dazu und ich bleibe in Ruhe.
siehe oben (Schwerpunktsbewegung bzw. Rotation)
Nein, nicht nur.
Du stellst einen Hebel mit Drehpunkt Fuss des Standbeins dar. Über den Tritt wirkt beim Auftreffen ein Drehmoment auf diesen Hebel. Hast Du ein entgegen wirkendes Drehmoment, heben sich beide auf. Das erreichst Du, wenn Du mit dem Schwerpunkt vor der Standfläche stehst (das ist dasselbe wie beim Zenkutsu-dachi: hinteres Bein stützt ab).
Mit der Bewegung, die dann zur Ruhe kommt, lässt Du das Drehmoment wirken, aber nur zum Abbremsen.
Du merkst, was ich meine, wenn Du Dir Deine Haltung vergegenwärtigst, wenn Du jemanden aus dem Stand mit Mae-geri langsam wegdrücken willst. Auch da bremst Dich keine Eigentranslation. Du musst das wirkende Drehmoment mit der Gewichtskraft und mit Körperspannung und Bodenhaftung ausgleichen.
Ja, kenne ich. Das liegt genau an dem beschriebenen Ausgleich des Drehmomentes, das im Kihon nicht gemacht werden kann.
Ein bisschen kann man es reinbringen, indem man schaut, ob man in der Endpunkthaltung nach vorne fällt. Wenn nicht, wird es mit einem gestossenen Tritt nichts werden.
Zum Glück gibt es aber auch den geschnappten Tritt, bei dem das nicht gilt.![]()








