Natürlich ist das anwendungsbezogen, wenn ich Techniktraining mit einem Partner übe. Oder trainierst du nur gegen deine Mitmenschen, Schüler oder was auch immer? Kampf auf Leben und Tod oder was?
Mit Teamarbeit ist gemeint:
- ich lerne mit meinen Mitmenschen umzugehen
- ich lerne mich in einer Gruppe einzufinden
- ich lerne, dass man wenn man in einer Gruppe miteinander trainiert gemeinsam Ziele schneller erreichen kann (Partnertraining ohne Partner bringt wohl kaum was).
Natürlich ist da daraußen ein Angreifer im gegensatz zum Trainingspartner nicht kooperativ, aber man muss ja im Training erstmal die Grundlagen legen ohne dabei gleich sein Gegenüber ins Krankenhaus zu befördern. Da gibts dann auch mal ein paar blaue Flecken oder das ein oder andere Wehwehschen, aber allein der Umgang mit dem Partner so zu üben fällt für mich unter Teamarbeit.
Geändert von FireFlea (05-11-2009 um 23:32 Uhr)
Lanariel und Shushukan, ihr habt schon wieder ein Missverständnis und redet aneinander vorbei, meint aber im Grund eh das Gleiche.....![]()
äh, einer von uns hat da was falsch gelesen, verstanden, oder falsch in Erinnerung.
Sagte er nicht eher: Lerne Kämpfen, um Kämpfe zu vermeiden.
Also schon das Kämpfen lernen, aber um genug Selbstbewußtsein und Charakterstärke zu erlangen, um es nicht jedem zu beweisen.
Das wurde meines Erachtens für hitzköpfige Jungspunde so gesagt, damit die sich nicht ständig beweisen müssen / angeben, was auch immer.
"Eternity my friend is a long f'ing time!"
Kooperativ im Sinne von, ich muss meinem Partner beim Training soweit Vertrauen entgegenbringen, dass er mich mit angewandten Techniken nicht gleich ins Krankenhaus befördert. Will damit sagen, als Angreifer kooperativ in dem Sinne von, ich greife meinen Partner etwas fester, damit er lernt sich hieraus zu befreien bzw für mich unangenehme Techniken anwenden muss. Ich vertraue ihm hierin soweit, dass er diese anwendet aber nur bis zu einem gewissen Maße auch durchzieht.
Man trainiert in einer Gruppe auf Hinarbeitung eines (gemeinsamen) Ziels. Genau das ist Teamarbeit. Keine Teamarbeit wäre wenn ich ins Training gehe nur meinen eigenen Fortschritt anstrebe und das auch unkooperativ durchsetze, indem ich anderen meinen Willen aufzwänge, wodurch diese im Training benachteiligt wären.
Gut, dann meinen wir das selbe.Zitat von Lanariel
Da zeigt die gängige Praxis, daß zwar nicht unbedingt durchgezogen wird, aber der Trainingspartner meit "überkooperativ" ist. Soll heißen, der Partner schmeißt sich hin, sobald man ihn nur am Bein berührt. Das wird meiner Erfahrung nach unter einem kooperativen Trainingspartner verstanden. Beim Gohon-Kumite beispielsweise schleift sich der Reflex ein, als Angreifer hinterherzurennen, weil der Verteidiger einfach nur noch rückwärts läuft. Das konditioniert ineffektive Angriffe bzw. Ausweichbewegungen.Zitat von Lanariel
Im Übrigen wird gerne eine "Zusammenarbeit" bei den festgelegten Kumite-Formen auch als "Harmonie" bezeichnet. Als Resultat der - Achtung! - Philosophie des Karate.
Hallo,
ich verstehe nicht, warum so vielen schlecht wird, wenn sie das Wort "Do" hören. Es heißt doch einfach "Weg". Für mich heißt es, einfach nicht aufzuhören mit dem Training, immer weiterzumachen. Und zu verstehen, dass man sich ein Leben lang verbessern kann. Dass es kein Ende gibt. Wenn man meint, man beherrscht jetzt Karate, hat man den Weg nicht verstanden.
Grüße
Dann hab ich ihn nicht verstanden.Zitat von Shugyo
In meinen Augen werden werden talentierte motivierte junge Leute durch so eine Einstellung eher beschränkt in ihrer Entwicklung.
Immer diese Ausssicht , üb bis zum Erbrechen aber du wirst es eh erst mit 80 kapieren wenn überhaupt.
In keinem anderen Lebensbereich hat man doch heutzutage so eine Lebenseinstellung.
Wer sie mag bitte ich kann mich da nicht so mit identifizieren.
An sich schon aber wenn ich bestimmte Einstellungen nicht teilen kann dann übertrag ich sie persönlich auch nicht in meinen Karate-Sinn. ( wenn das meine Lehrer wüßten ich weißZitat von Shugyo
)
Ich denke einfach klar wird man durchs Üben besser aber der Körper zwingt einen doch eh bald genug wieder zum Kleiner Brötchen backen. Warum dann sich nicht in jungen Jahren austoben und stolz auf das bisher Erreichte sein ?
Keiner redet davon daß er Supermann ist aber das macht normalerweise auch keiner in seinem Beruf oder in seinen anderen Hobbys.
Und die paar Wenigen die dann wirklich durchdrehen denen ist wohl auch nicht mit der Do - Philosophie beizukommen.
Wenn eure Oma zu euch gesagt hat ihr sollt die Ellenbogen beim Essen nicht auf die Tischkanten legen habt ihr doch sicherlich auch innerlich gelächelt.Zitat von SKA-Student
Aber wenn das ein 8. Dan aus Okinawa zu euch sagt ist das auf einmal auf jeden Fall erstrebenswert ?
Gruß
Wenn ein 8. Dan, wo auch immer her, Unsinn verzapft, lächle ich genauso innerlich über den Unsinn, sag OSU! und verbuch das unter "8. Dan hat einen schlechten Tag gehabt".....
Man sollte sich die Lehrer auf seinem Do ziemlich genau aussuchen, finde ich...und ja: auch ein Schüler kann das in relativ kurzer Zeit sehr gut unterscheiden, ob jemand Mist verzapft oder nicht...
Ansonsten: man kann und sollte sowieso ab einer gewissen Stufe seinen Do selbst gestalten....lernen hört nie auf, aber ich kann entscheiden, was ich lerne, von wem, wo, in welcher Zeit und was ich mit diesem Wissen anfange....
Ich mag den Gedanken, dass Karate kein Ende hat und dass es immer weiter geht mit dem noch etwas Neues kennen lernen![]()
Na ja gut, dann versteh ich da wohl was anderes drunter.
Das was du beschreibst kann wohl am Anfang bei Anfängern (Weißgurten) wohl noch machen, aber auf Dauer bringts das ja wohl nicht die Bohne.
Aus meiner Sicht wohl die unwichtigste Übung, die es im Karate gibt und mit der ich zum Glück in meinem Stil verschont bleibe...Beim Gohon-Kumite![]()
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