Ich bin bei dem ganzen Thema ziemlich hin- und hergerissen. Diese Extremsituation ist sicherlich hilfreich seine Grenzen weiter hinaus zu schieben.
Allerdings drängt sich mir die Frage auf, ob es absolut notwendig ist. Der Hintergedanke ist dabei, dass ja VK-Kk´s/KS´s im Normalfall effektiver für die SV eingestuft werden als Semi- und Nonkontakt-KK´s/Ks´s. Ist das a) rein technischer Natur, oder b) weil man gelernt hat, in gewissen Situationen den "Kopf" zu behalten? Bei Punkt a) wäre es notwendig, sich solchen Extremszenarien zu stellen, bei Punkt b) würde es ja "reichen" regelmässig VK zu trainieren.
Auch zu dem Thema gehört sicherlich der Auspruch von Funakoshi, dass Karate immer ein Kampf auf Leben und Tod ist, und es keinen 2. Sieger gibt. Aber wie haben die Leute vor 100/150 Jahren diesen Zustand hervorgerufen? Gibt es da irgendwelche Geschichten/Anleitungen dazu? Karate war je kein Schlachtfeldhandwerk (so habe ich das mittlerweile verstanden), sondern eine SV-Form. Und ob man von Kata, Bunkai, Makiwara und gelegentlichen Kneipenschlägereien eine solche bedingungslose Einstellung bekommt weiß ich nicht.




