Die Beiträge von frey und küken habe ich sogar zweimal gelesen.
Küken's Erfahrungen sind für mich schon sehr typisch. Man geht zum Sport, versucht Techniken gut und besser zu machen und wenn es drauf ankommt, ist man hilflos. Weil man nicht darauf vorbereitet wurde, sondern nur Techniken geübt hat. Ich kann mir denken, dass Sie nun nicht mehr zum Sport geht, sondern zum Karate und dass sie ihre Techniken nun ganz anders trainiert als vorher, an Kumite anders herangeht und sich intensiv dem Makiwara, Sandsack, Pratzen etc. widmet.
Aber man sollte doch zumindest darauf vorbereitet sein. Das wussten schon die Römer ( si vis pacem para bellum). Gewalt ist für mich die beste Lösung - jedoch immer als Antwort auf Gewalt. Wenn mich jemand anpöbelt oder schubst, ist das keine Gewalt. Aber die Situation, in der das Ego nicht im Vordergrund steht, sondern wo es darum geht, mit heiler Haut rauszukommen, ist die entscheidende, die viele nie erleben werden (zum Glück). Aber dennoch sollte man sie in Betracht ziehen und soweit sollte man sich im Optimalfall selbst einschätzen können: Mach ich mich vom Acker? Wenn das nicht geht? Flucht nach vorn und das mit aller Konsequenz und Härte. Etwas dazwischen gibt es (für mich) nicht und ich meine, dass man auch genau mit dieser Vorstellung trainieren sollte.
Ein Nahkampfausbilder bei der Polizei hat mich mal gefragt: Was ist besser, ein warmer Platz im Knast oder ein kalter Platz in der Pathologie?
Das trifft natürlich nur auf situative Gewalt zu (von der ich sprechen kann) und nicht auf stetige Gewaltausübung verbunden mit psychischer Gewalt.







