Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Ich wage anzudeuten, dass die Kräfte die man - langsam, oder auch schlagartig wenn in Gefahr - auch (in Ermangelung von Leuten die auf einen schiessen wollen oder mit Handgranaten werfen) mit Übungen über einen längeren Zeitraum erwerben kann, keine kosmischen Himmelskräfte freisetzen, sondern schlicht auf Elemente des Körpers zurückgreifen, die aufgrund unserer Eigenschaft als Säugetiere aus der Ordnung der Primaten noch übrig sind, evolutionsbiologisch aber in den Hintergrund traten.
Das ist aus meiner sicht keine Beschreibung, die dass was in chinesischen Kampfkünsten mit jin, im Daito-ryu mit Aiki und im Aikido mit kokyu-ryoku bezeichnet wird.
Womit du recht hast ist, dass es nicht vom Himmel fällt. Aber was absoluter Unsinn ist, ist diese Theorie mit den Primaten.
Jin ist eine Fähigkeit sowohl des Körpers, als auch des Geistes. Wenn man es beherrscht, hat man es zur Verfügung wann immer man möchte, und man kann es kontrolliert einsetzen.

Was du beschreibst, hört sich eher nach einem gewollten "ausrasten" an.
So etwas wurde zum Beispiel früher im Norden von den Berserkern geübt, bewusstes Hineinsteigern in einen später fast unkontrollierbaren Zustand, oft mit Hilfe von Drogen. Ironischerweise wurde aber gerade diese Kraft als von den Göttern kommend bezeichnet.

So etwas ist nicht Peng-Jin. Auch die Kräfte des Unbewussten, die einen in Notsituationen plötzlich die Kraft verdoppeln lassen, sind nicht Peng-Jin.
Jin ist etwas, was durch den Geist, durch Intention und Absicht geleitet wird, und nicht durch das Reptilienhirn gesteuert wird.
Du verwechselst da einige Dinge wie mir scheint.