ja so wie es mir erklärt wurde schon. es macht das üben auch deutlich einfacher da du a) den uke kommen siehst und b) da halt mehr energie drinnen steckt und c) schnelle angrife oft unsauberer ausgeführt werden (also mehr lücken da sind) da der uke gar nicht richtig zum fest packen kommt wenn man das mit dem timing hin bekommt.

das üben der techniken auf diese art (wie gesagt wird es nicht überall so geübt) vermittelt eben die grundprinzipien die dann durchaus, wenn einmal korrekt erlent, zur selbstverteidigung dienen können. das aikido auf der matte nicht mit einem straßenkampf vergleichbar ist steht außer frage. aber es werden eben prinzipien geübt die du dann sehr wohl im direkten kontakt umsetzen bzw. anwenden kannst. die prinzipien findest du aber auch bei anderen kampfkünsten (das kontrollieren der mitte, entspannen der schultern etc.).
des weiteren kann man im aikido sehr viel schlagen und es wird auch durchaus in manchen stilen so geübt.

und zu deiner aussage über sportlichen spaß. von außen sieht es immer unheimlich locker und weich aus (zumindest wenn die leute gut sind), ein guter meister ist aber locker und weich und du musst dennoch fallen weil dein gleichgewicht weg ist oder ansonsten verletzungen drohen. mein trainer beschreibt das immer als "weiche schärfe", also entspannung und lockerheit die dennoch zwingend ist....villeicht könnte man das so übersetzen.