Zitat Zitat von Luaith Beitrag anzeigen
Erinnert mich ein bisschen an den Film V wie Vendetta: einen Freund entführen, wochenlang foltern und mit Exekution drohen, um dem im Anschluss natürlich furchtbar dankbarem Opfer die Begegnung mit sich selbst zu ermöglichen und die Angst vor dem Tod zu nehmen. Sicher, das ist jetzt (hoffentlich) wieder stark übertrieben, aber in diese Richtung scheint mir der Ansatz doch irgendwo zu gehen. Und das finde ich gleichermaßen beeindruckend wie verstörend; paramilitärisch angehaucht und leicht sektoid.
Ich halte für ausgeschlossen, dass man 100% die psychischen Folgen solch einer Extremsituation vorhersagen, geschweige grundsätzlich von einer positiven Indikation ausgehen kann.

Kanken sagt ja selbst, das er echte Angst auslösen will, echte Hilflosigkeit, hervorgerufen durch echte Gewalt. Echte Gewalt bedeutet aber Zwang. Punkt. Das bedeutet, dass der Prüfling ab einem bestimmten Punkt gezwungen wird, weiterzuleiden.
Echte Angst löse ich nur aus, wenn es weitergeht... bei einen echten Überfall ist ja auch nicht Schluss, wenn das Opfer nicht mehr mitspielen will.

Ich halte daher Kankens Aussage für eine Schutzbehauptung, dass der Prüfling jederzeit die Prüfung abbrechen kann. Und damit ist das Ganze ethisch und rechtlich nicht mehr vertretbar.