Die Frage ist aber auch: macht Zugucken Sinn?
Sinn macht es für den Fortgeschrittenen, der allein durchs Zuschauen das Geschehen einschätzen kann. Nur: der Fortgeschrittene kann auch einfach mittrainieren.
Für jemanden, der keine Ahnung hat, und noch Hemmungen hat, macht Zugucken keinen Sinn. Davon werden die Hemmungen nämlich noch größer. Der guckt dann zu, wie die, die schon eine Zeit lang da sind, gedrillt werden, und denkt sich, ach Du lieber Gott.
Hätte er selbst mitgemacht, wüsste er: alles halb so schlimm, wie es aussieht, keiner muss mehr leisten als er kann, jeder wird im Rahmen seiner Erfahrung gefordert von Trainer und Mittrainierenden.
Und noch 'mal zurück zu den Trainierenden. Nervös ist deswegen glaub ich keiner. Ob jetzt Dein Mittrainierender denkt, dass Du 'ne Flasche bist, oder der Zuschauer denkt, dass Du ein Vollpfosten bist, nimmt sich nicht viel - außer dass Du den Zuschauer vielleicht nie wieder siehst.
Was bleibt?
1. Als Trainierender bin ich kein Zirkusaffe.
2. Dem Zuschauer wird langweilig, wenn er 1,5 Std. Training und länger sieht.
3. Dem Zuschauer wird nicht langweilig, weil der Trainer dem Zuschauer ab und an was zu den Übungen sagt und dadurch der Trainingsfluss und die Kommunikation zwischen Trainer und Trainierenden eine andere ist.
Mein Vorschlag: gucken auf YT, probetrainieren im Verein/ Dschümm/ Dooscho.
Zurück zum Thema:
Finde, das passt hervorragend zu den offtopic-Threads der letzten Zeit, und dazu, dass Kinder heute keinen Raum mehr haben, wo sie Kinder sein können.
Da wird nicht mehr zum Sport gegangen aus Spiel, Sport und Spaß, sondern da sitzt dann gleich der amtierende Qualitätskontrolleur und personal trainer und zukünftige Manager am Rand.
Oder: einfach mal allein in die 'Welt' hinaus.
Was hätte ich als Kind abgekotzt, wenn Mutti und Vati überall mit hin gegangen wären. Na, muss Mutti Dir wieder den ***** hinterhertragen und Händchen halten? hätte das früher geheißen.
Beim Fußball früher hatte der Trainersohn immer die Arschkarte. Da war Vati immer da und hat das gemacht, was heute anscheinend Gang und Gäbe ist. Früher gab's dafür das Mitgefühl der ganzen Truppe.





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