Zitat Zitat von Filzstift Beitrag anzeigen
Zitat Zitat von simplicius Beitrag anzeigen
Bei den aktuellen Diskussionen um pramedizinische Methoden fordern ja nicht wenige, dass diese Methoden mittels doppelt verblindeteter, randomisierter Studien getestet werden müssten, um eingesetzt zu werden um ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nachzuweisen.

Wenn man dann interessiert nachfragt, welcher Anteil der anerkannten und tatsächlich angewandten schulmedizinischen Methoden diesem Kriterium entspricht, erhält man meist keine Antwort, oder die, dass das jetzt nix mit dem Thema zu tun hat.
[...]
in der Pharmakologie kommt man auf etwa 20%, da sind allerdings auch alte Wirkstoffe und Präparate eingenommen, die aufgrund früherer Rechtslagen nie eienr solchen Prüfung unterzogen wurden. Die Food and Drug Administraion verlangt beispielsweise erst seit 1962 einen Wirksamkeitsnachweis.
Bei chirurgischen Verfahren erreicht man weit höhere Werte, quellen geben 80% an.
Die 20% sind dann die, die sich beispielsweise im Cochrane Central Register of Controlled Trials wiederfinden oder sind da (bei den 20%) die methodisch mangelhaften schon teilweise ausgesiebt worden?

Doppeltverblindete, randomisierte, placebokontrollierte Studien zu 80% der chirurgischen Verfahren steht IMO im krassen Gegensatz zu dem Artikel in der Ärztezeitung, den im ich Eingangsbeitrag verlinkt habe, der insgesamt nur von
20 placebokontrollierten Studien ausgeht (ich nehme mal an, dass es mehr als 25 chirurgische Verfahren gibt?)
Ich frage mich auch, wie man Chirurgie doppelt verblindet: weiß dann der Chirurg nicht ob er wirklich operiert oder nur so tut?
Oder sieht der Patient den Chirurgen niemals bei Bewusstsein und das betreuende Personal weiß nicht, was mit dem Patienten gemacht wurde?


Zitat Zitat von Filzstift Beitrag anzeigen
und jetzt nocheinmal, weil es offenbar nicht und nicht hängenbleiben will:
all das hat KEINEN einfluss auf die nicht nachweisbare wirksamkeit paramedizinischer verfahren.
Ich habe nichts dergleichen behauptet.

Umgekehrt wird die Evidenzbasis der Schulmedizin allerdings auch nicht besser, wenn man auf die Wirkungslosigkeit anderer Verfahren verweist oder gar auf die geringere Plausibilität der Erklärungsmodelle.