Ich habe den Thread jetzt auch die ganze Zeit verfolgt und schreibe nun auch mal etwas hierzu.
Zuerst einmal wurde kaum beschrieben aus welchen Kontext das Messer auf einmal für den Polizisten oder Zivilsten (völlig egal) gefährlich wird/wurde.
Man kann nur über etwas diskutieren, wenn die Checkpoints da sind, so z.B. aus welcher der 3 möglichen Situationen ein Angriff erfolgt.
- Dialog
- Raserei
- Hinerhalt
Es gibt die sog. Theorie der Schadensminimierung, woanders auch "Minimization of Wound Theory" genannt.
Findet man u.a. im "Reactive Knife" (möglicher Waffenarm immer hinten) und auch im "Die Less Often" (False Lead) usw..
Darüber hinaus gibt im Zusammenhang mit der Schusswaffe "Dropping Quick Draws", einsetzbar u.a. gegen ein anstürmendes Subjekt.
2010 wurde eine Streife in Gelsenkirchen angefordert, die Beamten hin und wurden sofort nach dem Ausstieg mit einem Messer attackiert.
Einem der Polizisten gelang es, obwohl selbst angestochen den jungen "Psychopathen" mit Schüssen in den Unterleib zu Strecke zu bringen.
Beamte und Täter überlebten, ich war damals als ein Teil der späteren Ermittlungen mit involviert.
Gruß Markus
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Geändert von Nagare (26-07-2016 um 13:57 Uhr)
Um noch mal auf die Sache mit der Stoppwirkung von Halsschnitten zu kommen:
Ein Bekannter von mir (andere User aus der Sambo-Fraktion kennen ihn auch) hat einen Messerkampf überlebt, bei dem 2/3 einer Halsschlagader durchtrennt wurden.
Nach eigener Aussage ging er nach dem Schnitt sofort runter wie eine Bahnschranke und dann Bewusstlosigkeit, danach klinisch tot und später wiederbelebt.
Dass jetzt also reihenweise Leute mit Halsschnitt noch weiterkämpfen können, ist eher weniger zu erwarten.![]()
Plötzlich und aus einem Dialog, da ist in dieser Konstellation schon einiges schief gelaufen.
Bei richtiger Positionierung und dem richtigen lesen der Körpersprache, passiert so etwas nicht immer so einfach und wenn muß man waffenlos ran, das weiß aber auch jeder Beamte hier im Board.
Hier stimmst du, auch wenn eher unfreiwillig , dem Schnüffler und den anderen Kritikern deiner Postings zu.Bei Raserei ist auch nicht mehr zwingend die Waffe geholstert
Ihr kommt einfach nicht auf einen Nenner, da ihr von anderen Voaraussetzungen ausgeht.
Gruß Markus
Oh man, ein Bekannter = empirisch belegt, frag doch mal bei Kanken nach, der sollte dir das mit dem Blutverlust und was so alles dazu gehört am besten erklären können. Aber das ist deine Standartargumentation, ich kennen einen also kenne ich alle....
Genau, dass Personen auch Kleidung tragen, die hinderlich sein kann, das hatten wir tatsächlich vollkommen vergessen. Ein "zentraler Denkfehler" richtig. Gut dass du uns darauf aufmerksam gemacht hast.
Genau das denken diese Messersysteme. Die sind doof.Man geht davon aus, dass bei der Person, an dicht er geschnitten wird, alles frei liegt.
Aber wie sieht z.B. ein Schnitt zu Kehle in voller Wintermontur bei dicken Daunenjacken/Schal/Mütze usw. aus?!
Genauso wie ohne, nur dass sie bei bestimmter Kleidung schlechter funktionieren. Bei Stichen ist es relativ egal.
Darum gings auch nicht, sondern um Messer-SV, war ein thematischer "Abstecher" (...) von MCFly.Abgesehen davon, dass Polizisten sowieso keinen Messerkampf lernen,
Seufz.scheint die Pistole die bessere Wahl zu sein, da das Kügelchen sich nicht um die Kleidungsart (ebenso wenig wie Haut, Sehnen, Bänder die im Weg sein könnten) schert.MCFly, siehst du... ich habbet dir gesacht!
![]()
Wie war das noch mit dem Kopfschuss? Der behindert wohl auch ein wenig. Diese Vergleiche sind doch Banane. Wenn ein Kopfschuss gelandet wurde, sind die Nachfolgerisiken für den Schützen (zumindest auf den Angriff bezogen) wahrscheinlich überschaubar. Aber weitere Feldversuche zu starten sollte auch nicht das Ziel sein.
Mal ganz ehrlich, ich glaube Kanken sofort, dass es mannstoppende Techniken mit der Klinge gibt. Ich persönlich traue mir aber nicht zu, diese in einer SV-Situation anzuwenden und ich denke, die wenigsten werden das zuverlässig hinbekommen.
Meiner Meinung nach ist ein Messer für die SV nicht die optimalste Wahl. Und offensichtlich für die PZ auch nicht.
Wie gesagt: ich mag Messer, gönne jedem seinsAber für die SV nicht mein Ding...
Zum Thema "plötzlicher Messerangriff": zählt für dich da auch die 7m-Variante zu?
It 's not who I'm underneath but what I do that defines me. Bruce Wayne
Dabei würdest Du sogar beim Schattenboxen verlieren. Kannix
Sowieso
Nein Markus, genau das wissen die hier nicht alle!! Das kannst du nachlesen... Darum geht es!Bei richtiger Positionierung und dem richtigen lesen der Körpersprache, passiert so etwas nicht immer so einfach und wenn muß man waffenlos ran, das weiß aber auch jeder Beamte hier im Board
Überhaupt nicht, wir haben hier explizit NUR von geholsterter Waffe gesprochen. Nicht von anderen Szenarien.Hier stimmst du, auch wenn eher unfreiwillig , dem Schnüffler und den anderen Kritikern deiner Postings zu.
Das sehe ich anders. Es war schon klar umrissen, worum es geht.Ihr kommt einfach nicht auf einen Nenner, da ihr von anderen Voaraussetzungen ausgeht.
Geändert von GlaucaB1 (09-02-2015 um 15:55 Uhr)
Das will ich hoffen. Ich sage ja immer Messer gegen Messer behördlich nur zu Übungszwecken... niemand wird wohl je die Polizei mit Messer bestücken wollen.
Schon, aber soviel Distanz wird ein Polizist eh nie haben...Zum Thema "plötzlicher Messerangriff": zählt für dich da auch die 7m-Variante zu?
PS. Ein Kopfschuss behindert sogar erheblich.
Geändert von GlaucaB1 (09-02-2015 um 15:56 Uhr)
Doch mein lieber Glauca das wissen wir und haben auch nichts anderes gesagt, nur unser Ziel ist es immer noch nach der Abwehr die Waffe ein zu setzen. Und wenn ich die vorher oder ggf. sogar während raus hab dann setze ich sie ein.
Wobei seit eh und je gilt, will ich mich effektiv gegen eine Waffe verteidigen, ist der beste Weg, zu verstehen, wie ich mit dieser Waffe angreifen kann. Es schadet also auch einem Behördlichen absolut nicht, mal bisl mit dem Messer rumzufuchteln. Und wenn er dadurch auch nur ein besserer "Dummy" für die Trainingsszenarien wird.
@Glauca
Eben. Ich bleibe immernoch dabei; mit beiden Händen den Angriff abzuwehren ist immernoch sicherer, als mit einer. Zumal wenn ich mit Streifenpartner unterwegs bin, der ja auch die Waffe ziehen könnte während ich den Angreifer kontrolliere...
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