Bei den Homöopathen klappt das auch ganz gut: „Berliner Mauer C30“ hilft gegen innere Blockaden, weil „Mauer“ eben „Begrenzung“ bedeutet, „Excrementum canium“ C200 hilft bei klammernden Kinder, weil Scheiße ja auch am Schuh klebt, wie nur Scheiße es kann, „Weißer Marmor C30“ – allerdings nur der aus Irland – ruft Träume von Feen hervor, weil Irland ja bekannt für seine „Fairies“ ist, und Grashüpfer am Rande der Erschöpfung sind eben geeignete Mittel für Burn-Out-Patienten.
Wem das jetzt alles wie ein schlechter Witz vorkommt: es ist einer.
Allerdings nicht für Homöopathen. Für die ist es Tagewerk.
Deshalb sei allen Lesern, die mehr zufällig auf diesem Skeptiker-Blog gelandet sind, dringend empfohlen, mal kurz darüber nachzudenken, wie wohl die Begründung für das homöopathische Mittelchen lauten mag, das sich seit dem letzten Arztbesuch im Arzneischränkchen befindet.
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es eine Kopfgeburt im schlechtesten Sinne ist:
Ausschließlich einer konzeptionellen Idee entstammend, zusammenphantasiert und ohne Bezug zur Wirklichkeit. Entstanden durch freie Assoziation, ungehemmtes Analogie-Denken und einer einzig und allein durch einen Homöopathen vorgenommenen Bedeutungszuschreibung.