Zur grundlegenden Frage:

Höflichkeit - Respekt - Wertschätzung - Bescheidenheit - Demut, das alles hab ich durch bzw. im Dojo erst richtig gelernt. Respektive bewusst angefangen mich in diese Richtung zu entwickeln, wo ich mir einmal selbst auf die Finger geschaut habe. Ich denke nicht, dass es Sinn der Sache ist, dass Dein KK-Meister mit erhobenem Zeigefinger dasteht und Dir sagt was "richtig" und was "falsch" ist. Sondern dass man durch ein respektvolles und auch bescheidenes Miteinander im Training ganz einfach selber anfängt, gewisse "positive" Charakterzüge zu schätzen und diese zu kultivieren. War zumindest bei mir so.

Ich könnte mir unser Kung Fu Training auch nicht ohne diese Umgangsformen vorstellen. Ein von gegenseitigem Repsekt und Höflichkeit geprägtes Trainingsklima gehört für mich einfach zur KK dazu. Das darf ich aber von den anderen nur erwarten, wenn ich selbiges Verhalten auch selber von mir aus miteinbringe. Und das übertrage ich für meinen bescheidenen Teil dann eben auch auf den Rest meines Lebens - ausserhalb des Dojos.