Ich verstehe euren Ansatz noch nicht wirklich. Aikidô ist ja kein handelndes Subjekt, wie wir schon festgestellt haben.
Ich verstehe auch den Anspruch nicht, den ihr an Aikidô stellt.
Es geht doch im Aikidô nicht darum "harmonische Situationen" herzustellen, es geht darum, Harmonie in sich selbst herzustellen.
Wie man in Situationen handelt, hängt von dieser "inneren Harmonie" ab (die einen durch Training erreichten körperlich-mentalen Zustand umfasst, der entsprechende Handlungsmöglichkeiten eröffnet).
Ist sie vorhanden, kann man angemessen handeln.
Ist sie das nicht, kann man entweder gar nicht handeln, oder man schießt eventuell völlig übers Ziel hinaus.
Gewalt kann das Mittel der Wahl sein, muss aber nicht.
Sich dabei von einem moralischen Anspruch, einer Philosophie oder von Glaubenssätzen abhängig zu machen, halte ich für total verfehlt.
Aikidô gibt keine derartigen Handlungsanweisungen vor.
Harmonie kann entstehen, wenn man im Einklang ist, das ist eine spirituelle Ebene, keine moralische, oder eine die sich intellektuell oder konzeptionell erarbeiten lässt, so etwas hat Ueshiba nicht gemeint, meiner Ansicht nach.
Was sind "reine" Aikidôtechniken?
Du meinst vermutlich die Grundschule des Aikidô, das "Kihon" (das sind aber keine Kampftechniken).
Das trifft umso mehr auf die Übungsweise zu, die in eurem Dojo unter "Aikidô-Meditation" angeboten wird (obwohl es Aikido -ähnlich aussieht).
Einige Leute (aus BDAL-Kreisen) vertreten z.B. die Ansicht, das dies gar kein "richtiges" Aikidô mehr sei.
So etwas gibt es nicht. Leute die das glauben, machen sich was vor.
Für die Verletzungen gute Besserung!





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