nächster Versuch:
Ja, und für den Hausgebrauch (Die Axt im Haus erspart den Kommunikationsratgeber) reicht es ja üblicherweise.
Es gibt da Naturtalente (z.B. auch manche Psychopathen), die, eventuell auch durch autodidaktische Fortbildung*, ein sehr hohes Niveau erreichen.
Andere bleiben trotz Buch und Kurs vergleichsweise unbeholfen, können dann aber vielleicht, gemessen an ihrer eigenen Ausgangsposition, durchaus das ein oder andere verbessern.
Wenn einer keinen Verbesserungsbedarf sieht, dann wird er auch wenig motiviert sein, einen Kurs zu besuchen.
Da nun aber diese Kurse und Bücher wohl gut verkauft werden, sehen wohl viele Menschen bei sich, ihrem Umfeld oder ihrem Betrieb einen Bedarf etwas zu verändern.
Ob die Erwartung dann auch erfüllt wird, hängt natürlich auch davon ab, wie gut das Buch/der Trainer ist.
Solche Bücher kann ja jeder schreiben (siehe Carnegie) und Kurse anbieten wohl auch. In wie weit es da eine Erfolgskontrolle gibt, weiß ich nicht.
Ich gehe aber davon aus, dass heutzutage viele Führungskräfte auch auf den unteren Positionen und vor allem Politiker solche Schulungen mitgemacht haben.
Da kann man dann auch sehen, dass das nicht immer nützt, scheint es doch offenbar bei Reden üblich, wiederholt mit der Hand auf den Tisch zu klopfen und dabei im Rhythmus jedes Wort zu betonen.
Und dauernd "sehr verehrte Damen und Herren" sagen.
Oder bei Talkshows scheint es beliebt, dem anderen Polemik vorzuwerfen und darauf hinzuweisen, auch mal ausreden zu dürfen.
Auch Adolf Hitler hat sich wohl entsprechend professionell beraten lassen:
Der Weltkrieg war vor deiner Tür - Schauspielunterricht für HitlerDer Mann, der Hitler das Reden beibrachte, war Paul Devrient. Der Opernsänger und Stimmbildner begleitete den NSDAP-Chef ein halbes Jahr auf seinen Wahlkampftouren
1932, trainierte gegen eine Monatsgage von 1000 Mark mit ihm Stimmführung, Intonation und Gestik. Sein Auftrag war eine streng geheime Mission – Hitler sei «ein Genie der Redekunst», so die allgemeine Propaganda. Trotzdem brauchte der Führer offenbar professionelle Hilfe, wovon die Öffentlichkeit, aber auch Hitlers Umgebung, nichts erfahren sollte.
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Fußnote:bezieht sich auf den zweiten Satz von oben, nicht auf Hitler:
*) Z.B. Milton Erickson, der in seiner Jugend, aufgrund von Kinderlähmung die Gelegenheit hatte, seine Mitmenschen sehr genau zu beobachten.
Er entwickelte Später eine große Kommunikationsfertigkeit auf verschiedenen Ebenen und entwickelte quasi (die Kenner mögen mich korrigieren) die nicht direktive Hypnose.
Hierbei wird mehr auf die Person eingegangen, die in Trance geführt werden soll, als Befehle erteilt.
Erickson war dann einer der Vorbilder für das NLP, das ursprünglich herausfinden wollte auf welche Art und Weise erfolgreiche Therapeuten kommunizieren, so dass sich auch weniger talentierte Menschen diese Techniken aneignen können.





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