Wenn ein Fehler passiert ,ruf ich die Person an uns sage "da ist ein Fehler passiert, korrigiere den bitte"; ich geh nicht gleich vor Gericht, nur weil mir einer eine Handyhülle ein der falschen Farbe schickte.
Es ist natürlich gut und richtig, dass hinter all dem ein Rechtsstaat steht, den man anrufen könnte, inklusive der dazu notwendigen Gewaltausübung, wenn es sein muss; Aber die allermeisten Leute akzeptieren die hiesigen Spielregeln auch ohne Einsatz von Gewalt.
Dann würde ich wohl, wohl oder übel, das Gewaltmonopol des Rechtsstaats in Anspruch nehmen und mich auf die mühselige Reise eines Gerichtsverfahrens einlassen. Schliesslich geht's um viel Geld und das wächst auch bei mir nicht auf Bäumen.Was würdest du denn machen, wenn du ein Auto um teueres Geld kaufst und nach 1000 km verreckt dir das Ding am Straßenrand und der Händler fühlt sich nicht verantwortlich, könnten doch genauso deine schlechten Fahrkünste kausal für den Schaden sein?
Aber dieser Autohändler kann eins bestimmt wissen, nämlich, dass ich niemals mehr ein Auto bei ihm kaufen werde und seinen Namen auch gegenüber meinen Bekanntschaften in den schwärzesten Farben malen werde.
Auch wenn ich vor Gericht recht bekommen sollte, würde mich die Sache extrem nerven.
den Leviticus kannst ja selbst lesen; meine vage Erinnerung sagt mir, dass es da durchaus auch Klauseln zu Vertragsrecht drin hat.Ist in der Bibel geregelt was bei Gläubiger/Schuldnerverzug passiert oder wo/wann der Erfüllungsort/zeit einer Schuld zu sein hat und ob sich beim Versandhandel oder in Konsumentengeschäften da vllt. etwas ändern sollte um diese zu schützen? Unterscheidet die Bibel zwischen Hol/Bring/Schickschuld? Kennt die Bibel einen gutgläubigen Eigentumserwerb? Oder Vorvertragspflichten/culpa in contrahendo?
Natürlich nicht vom römischen Recht abgeleitet, das ist viel jünger.
Wichtig ist vor allem, dass alle Beteiligten sich FREIWILLIG diesen Regeln unterwerfen, sonst wird's ärgerlich.Alles wichtige Regelungen die wenig bis gar nichts mit Politik zu tun haben, gerade für den einfachen Menschen aber im täglichen Geschäftsverkehr enorm wichtig sein können.
Es gibt genug Leute, die einen Vertrag als eine Art unverbindliche Empfehlung betrachten, nicht als bindende Verpflichtung... und wenn man denen erst mal nachrennen muss, hat man nicht mehr viel Spass im Leben. Auch dann nicht, wenn man Recht hat und Recht bekommt.





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