Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
Wenn doch Gott in allen Menschen ist. Ist dann nicht davon auszugehen, daß jeder Mensche so gewollt ist, wie er oder sie eben ist?
Durchaus.

Folgt daraus "weil ich so gewollt bin, wie ich bin, ist es in Ordnung, jede Laune an andern Leuten auszulassen?" - nein.

Folgt daraus "weil ich so gewollt bin, wie ich bin, bedeutet das, dass Entwicklungen irgend einer Art unnötig sind?" - nein.

Könnte man dann nicht Gott vertrauen und eher versuchen, den anderen Menschen so anzuschauen, wie er oder sie eben ist und zu lernen, auf welche Weise Gott einen aus diesem Menschen her anschaut?
Angenommen, das Ergebnis lautet "Aus diesem Menschen leuchtet Gott als Weisheit, Gutmütigkeit, Hilfsbereitschaft" - kein Problem.

Aber was ist, wenn das Ergebnis lautet "aus diesem Menschen erscheint Gott als Zorn, Ärger, Eifersucht"?


Wenn jemand Sinn als Movens seines Lebens bestreitet, wäre es dann nicht folgerichtig, zu schauen und zu lernen, wie auch das eines Äußerung, ein Weg Gottes in dieser Welt sein kann?
Ob man, als mentale Operation, einverstanden ist mit Kategorien von Sinnzuschreibung, ist ja lediglich ein intellektuelles Spiel, eine rein symbolische Differenz.

Intellektuelle Spiele sollte man nicht allzu ernst nehmen. die Taten sind wesentlich.


Wenn Gott in jedem Menschen ist, ist es dann nicht geradezu ein Hindern Gottes, wenn ich anderen Menschen meinen eigenen Lebensentwurf verusche überzustülpen. Und das sogar noch gegen ihren erklärten Widerstand?
Eltern müssens noch vieles gegen den erklärten, ausdrücklichen und oft sehr lauten Widerstand der Kinder durchsetzen. Abends Zähne putzen, zum Beispiel. ^^

Man kann natürlihc sagen: Kinder sind heute viel zu sehr eingeschränkt, sie könnten viel mehr Freiheiten haben. Stichwort "Helikoptereltern" oder auch "Pisa-Tests" und generell die ganze heutige Testerei.

Da würde mir als erstes nicht gleich die religiöse Erziehung einfallen, die ja heute in expliziter Form bei den meisten Leuten winzig ausfällt, sondern andere Dinge.