Das ist wohl eher so eine kulturelle Geschichte.
Während z.B. der sogenannte "kühle Norddeutsche" nicht viel rum hampelt, sehr wortkarg ist und seltener Emotionen zeigt, so ist es im Süden von Deutschland gang und gebe diesbezüglich eher "auf den Putz zu hauen". Oder siehe Türken (bzw. arabischer Raum), wo es eher gang und gebe ist, das man bei kleinsten Dingen gerne ("wild") gestikuliert und ganz viel erzählen muss. Im Gegensatz dazu wiederum Asien (z.B. Japan), wo man eher keine Emotionen zeigen möchte und sich lieber "dezent zurück hält".
In den nordischen Kulturen wird ein so deutliches Zeigen von Emotionen eher als Schwäche abgetan - nicht als Stärke. Sowas geht dann in Richtung "sich nicht unter Kontrolle haben". Aber Wikinger Tänze sehen halt anders aus, als z.B. afrikanische. Für den Kampf kann sowas natürlich "martialisch" rüber kommen, andererseits ist sowas auch sehr leicht zu lesen. (ps: ich glaube du hast martialisch und archaisch vertauscht?!). Einheit von Körper und Geist, das ist für mich z.B. das was Beck Weathers auf dem Mount Everest gerissen hat, und er hat sich nicht da hoch gestikuliert. Der hatte einfach das "Mindset" einer Maschine ...
Stimme ich dir grundsätzlich zu. Nur gibt's auch Dojos in denen sowas übertrieben/untertrieben wird. Da denkt sich der Nordmann dann nur "Schwurbel mich nicht mit deinem Emo scheiss voll, mach mich wütend und es gibt Berserker.". Das kann nämlich auch ganz schnell zur Show werden - und das wird es in 99.9999% aller Fälle in denen man versucht Emotionen nachzustellen. Deswegen bin ich ein Freund von "Emotionen zu triggern" anstatt zu sagen "mach mal so als ob du mich umbringen würdest". Trotzdem, der Ansatz ist imho richtig.
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