Ich war und bin grundsätzlich harmlos und fürchten musste und muss niemand etwas/mich, solange es nur gegen mich ging oder mich die (aggressive/offensive) Person und ihre Meinung nicht interessiert haben und ich (subjektiv) das Ertragen als weniger schädlich für beide abgewogen habe.
Ich hatte bereits damals genug außergewöhnliche Hobbys und Lebenserfahrungen, um auf das typische Geschwätz zu pfeifen. Unauffällig oder unscheinbar wären jedoch die falschen Begriffe, ich lies mich nur nie in Schubladen stecken, weshalb viele schlicht keine Gefahr in mir gesehen haben oder nicht wussten, wo man mich einordnen soll und das typisch pubertäre Verhalten und die Luftpumpen haben mich relativ schnell gelangweilt - weshalb ich auch mehr Erfahrung mit Mobbing (als „Opfer“ wie auch sehr häufig als „Beistand“ und "klärende Person") sammeln „durfte“ und mich auf meine Art gewehrt habe. Hat auch nichts mit manipulieren oder fertigmachen zu tun - das wäre langfristiger und subtiler, ich bevorzuge den schnellen, harten, meist einmaligen Cut und mir ist wichtig, dass den Personen bewusst ist, was passiert; während Manipulationen meist un- oder unterbewusst ablaufen - und auch wenn es Kelte schwer vorstellbar erscheinen mag: Derartiges Handeln befriedigt mich genauso wenig, wie einen Anfänger durch den Ring zu prügeln, Menschen in den Armen sterben zu sehen oder hilflos zu sein und ich würde die Vermeidung dieser Situationen jedes einzelne Mal bevorzugen - obwohl ich ein ganz böser Kampfsportler bin. Im Prinzip ist es lediglich eine andere Form der Gewaltausübung, die gesellschaftlich akzeptiert (jedoch nicht weniger widerwärtig) ist und aus einem mir unerklärlichen Grund beschönigt wird; die Wirkungstreffer werden lediglich anders gesetzt und andere Schwächen bzw. Lücken in der Deckung ausgenutzt. (Auch gibt es weder eine Trennung der Geschlechter noch der „Gewichts-“ und „Erfahrungsklassen“.) Im Ring agiere ich relativ ähnlich. Auch meine Strategie wird auf einem ähnlichen Weg gebildet und je mehr ich über den Kämpfer, vergangene Kämpfe, Verhaltensmuster und seine „Vergangenheit“ weiß, desto leichter fällt es - je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Parallelen erkenne ich.
Ich verstehe lediglich meine Mitmenschen relativ gut, durfte von vielen sehr kompetenten Menschen lernen und habe mich früh für derartige Verhaltensmuster, Achtsamkeit u. Ä. interessiert, war von den verschiedensten Typen Mensch umgeben, konnte bereits damals ganz gut beobachten, zuhören und rational denken und bin ganz gut darin, Stärken, Schwächen und potentielle Reaktionen zu erkennen oder zu erahnen - vielleicht bin ich auch deshalb ein besserer Trainer als Kämpfer. Also im Prinzip auch nur eine Form des Talents, regelmäßigen Trainings mit wechselnden Partnern und einzelnen Proben aufs Exempel.
Ja, allgemeinbildendes Abitur. Waren nur genug Schüler vorhanden, dass aus meiner Stufe bereits ab der 10. Klasse einige wenige (Bundes-)Liga Judoka (und Mitglieder der Nationalmannschaft bzw. des Kaders) und Ringer, professionelle Musiker, Existenzgründer und andere sportlich oder auf anderen Gebieten sehr erfolgreiche Menschen anzutreffen waren. (Wenn man sich dann noch täglich auf Feiern oder in Bars, als Nachhilfelehrer, beim Sport oder der Musik und anderen Hobbys oder schlicht mit Freunden und Bekannten rumtreibt, erlebt man auch außerhalb der Schule relativ viel). Bei so vielen Menschen auf einem Haufen und da ich nie jedermanns Freund sein wollte, ziemlich hohen Wertmaßstab an mich anlege und grundsätzlich lieber ehrlich und verletzend als heuchlerisch war/bin, kam es schon häufiger vor, dass es Stress oder Mobbingaktionen gab und der riesige Bekanntenkreis und der Ruf als generelle Vertrauensperson haben das Übrige getan. (Sag mal der pubertierenden Damenwelt ins Gesicht, dass sie gewisse Dinge nichts angehen, weil es im Vertrauen erzählt wurde, Du Vertrauensbruch und das Weitergeben von Geheimnissen (etc.) als erbärmlich und verachtenswert betrachtest, Dich Gerüchte und Geschwätz nicht interessieren oder dass Du einfach keine Lust auf bestimmte Aktivitäten oder Gespräche über Dritte hast und Du weißt, was ich meine und derartige Aussagen waren bei mir an der Tagesordnung. Wobei ich durch den dadurch indirekt gewonnenen Vertrauensbonus viel zu viel erfahren habe, was ich eigentlich nie wissen wollte und wohl generell etwas zu hilfsbereit war/bin.)
Abgesehen davon habe ich nicht wenig Zeit mit Schülern, an unterschiedlichen Schulen und mit Jugendlichen aus sämtlichen Schichten, Vergangenheiten, Einschränkungen und Problemen verbracht.
Reihenweise untergehen, habe ich die Leute lediglich deshalb gesehen, weil die Eltern häufig der Meinung waren, die Kinder müssten sich verteidigen und wehren können, sollten sich nicht alles gefallen lassen oder endlich mal zurückschlagen und bei manchen von ihnen haben dann der pubertären Größenwahn, am Wochenende teilweise der Alkohol und auch mal ein schwarzer, brauner oder roter Gürtel das Übrige getan und es kam zunehmend vor, dass sich die Leute überschätzt haben oder Situationen (im „harmlosen“ Rahmen) eskaliert sind...
Genug des OT, soweit sollte mein Standpunkt nachvollziehbar sein und wenn das dazu beiträgt, sei dem so. Wollte eigentlich nur kurz schreiben, dass es unterschiedliche Formen/Arten des Wehrens gibt - weit ab von der körperlichen Gewalt - und die Eltern aufpassen müssen, dass sie nicht mit pauschaler Bestätigung die Kinder in die „falsche“ Richtung drängen. Auch sollte man aufpassen, dass das Kind auch die anderen Arten der Konfliktlösung kennenlernt, denn spätestens als Jugendlicher oder junger Erwachsener wird ihn das körperliche Klären von Konflikten in Schwierigkeiten bringen...
LG
Vom Tablet gesendet.





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