Überspitzt formuliert, ist die einzige Gemeinsamkeit der Angriff mit dem Ellenbogen, sonst haben die nix gemeinsam. Als würde man „traditionelle“ Kicks mit Thai-Kicks vergleichen oder Faustschläge aus den „traditionellen“ Stilen mit denen aus dem Boxen und zu diesem Ergebnis kommen... Nur noch viel extremer...
Also funktioniert das nur, wenn nie eine Gefahr bestand und Du einen Menschen, von dem nie eine Gefahr ausging, aus den Latschen haust oder denkst Du tatsächlich, dass ein Aggressor, der Dich angeht, nicht damit rechnet, dass Du vielleicht irgendwas machen könntest?! So leicht ist es im Übrigen auch nicht, jemanden mit dem ersten Schlag auf die Bretter zu schicken, zu irritieren oder „unschädlich zu machen“ oder auch nur den ersten Schlag wirkungsvoll ins Ziel zu bekommen, die meisten reagieren auf unerwartete Bewegungen... Insbesondere dann, wenn Du körperlich so überhaupt keine Konkurrenz darstellst.
Dann wäre es mal an der Zeit, ordentliche und gute Erfahrung zu sammeln. Ja, das sieht eigentlich jeder, der Erfahrung im Kämpfen hat, kommen. Das ist noch viel offensichtlicher, als das Zurückziehen vor einem Schlag oder andere Arten des Telegraphierens... Dir fällt echt nicht einmal auf, wenn sich der Stand und die komplette Körpersprache verändert?!
Die ein zwei Sekunden hast Du oft nicht und ich wüsste gerne, wieso Du denkst, dass Du es überhaupt herausfinden könntest? Ich wurde lächelnd und sehr höflich bzw. freundlich nach dem Weg gefragt, ganz lockere und entspannte Körpersprache und während ich mit dem Arm in eine Richtung zeige, reißt mich von hinten eine Person zu Boden... Wie sich am Schluss rausgestellt hat, wollten die Jungs nicht mal groß was von mir, nur sich mit irgendwem prügeln und sind halt an die falsche Person geraten...
Gerade im letzteren Fall solltest Du zumindest ein paar Grundvoraussetzungen mitbringen...
Es ging eher darum, dass bei einem Erstschlag (an Personen wie im Video) oder Hinterhalt die Technik kaum eine Rolle spielt. Da kann ich offen wie ein Scheunentor sein. Deshalb hätte ich gerne gesehen, wie die Person, die sich verteidigt, mit dem Zeug arbeitet.
Ja, wenn die Kampfkunst die eigentlich wirkungsvollen Dinge jetzt allerdings total wirkungslos ausführt und aber immer auf die anderen Künste und deren wirkungsvolle Techniken verweist, trifft es den Punkt schon eher.
Unser Verständnis von Kampfgeist scheint sich wohl sehr zu unterscheiden und nein, Aggressivität gehört nicht zwingend zum Boxen oder MT dazu. Ich muss nicht aggressiv kämpfen, außer Du verstehst unter Aggressivität bereits das bloße harte Angreifen.
Das ist absoluter Blödsinn. Du kannst ja mal Wettkämpfe bestreiten und mir danach sagen, wie bewusst Du Dich auf die Rundenzeit oder die Punkte konzentriert hast, während Dir jemand volle Kanne auf die Schnauze haut und Du versuchst, Lücken in seinem Spiel zu erkennen, eine Strategie zu verfolgen, aus Fehlern zu lernen bzw. Aktionen zu erkennen, die Du nicht mehr wiederholen solltest/darfst, zu agieren und zu reagieren... Bevorzugt nach ein paar harten Körper- oder Kopftreffern.
Warum tauchen die Werkzeuge dann nicht in der Datenbank auf?
... und Du denkst, der macht den Fehler einfach mal so, weil er es halt nicht besser weiß? Er macht einen Fehler und währenddessen, davor und danach passiert erst mal nichts oder er macht ausschließlich Fehler? Selbst wenn er den Fehler macht und man ihn erkennt, muss man immer noch damit arbeiten können; sonst wäre ich bereits mehrfacher Weltmeister in diversen Verbänden...
Es ging um Deine (kleine) Trainingskollegin und den deutlich überlegeneren Gegner.
Na dann mal hoffen, dass Du nicht an die Leute gerätst, die ich häufiger sehe und denen das Geschwätz einfach nur dermaßen auf die Nerven geht, dass sie mitten im Satz zuschlagen...
Wie geht denn sowas, wenn man deutlich schwächer und physisch unterlegen ist?
Beim Namen kann ich Dir leider nicht weiterhelfen, die Übung kenne ich. Gibt’s evtl. sonst Fragen dazu oder zu ähnlichen Übungen?
Ist halt einer Variation der Plank (bzw. eines Stützes), wie man sie auch mit „Ab Wheels“ machen kann etc.
Na weil die Erstschläge oder das „in Sicherheit wiegen und dann unschädlich machen“ auch so viel besser sind... Vielleicht hat er ja auch nur letzteres gemacht? Man „studiert [...] jahrelang die Kampfkünste“ ja auch, um sie in einem Kampf einzusetzen und nicht in Situationen, die mit einem Kampf so überhaupt nix zu tun haben...
Viel Spaß.
Mittlerweile beim BJJ gelandet?
Nein. Die Situationen, wie Du sie als „Normalfall“ beschreibst, sind nicht die Situationen, die mir jemals große Probleme bereitet haben... Dich wird auch niemand, wenn er Deinen Geldbeutel haben will, erst darüber aufklären oder freundlich darauf hinweisen. Im günstigsten Fall wird er von Dir die Herausgabe verlangen oder ihn Dir unauffällig abnehmen. Wenn er ihn auf „gewaltsame“ Art holen will, weil er sich da die größten Chancen ausrechnet, wird er Dich nicht erst freundlich darauf hinweisen, sondern sich ganz an die Prinzipien des WT (wie in den Videos oder dem Unschädlichmachen) halten...
Du hattest an anderer Stelle, als ich explizit nach diesen Situationen gefragt habe, doch verneint, jemals eine derart ausgeprägte Angst selbst empfunden zu haben?!
Abgesehen davon, funktioniert ohne Kondition auch der ganze Rest nicht mehr wirklich... Da bist Du weder schnell noch explosiv oder kräftig (etc.). Bist Du das nicht, wirst Du auch nicht (D)einen unerwarteten Angriff ins Ziel bringen und ihn unschädlich machen können.
So viel zum Thema „Schlagstärke“ und Trefferwirkung einschätzen können...
. Da ich mal eine Wette verloren habe und mir das komplette rechte Bein mit einer Pinzette enthaaren durfte - und das wird (nach mehreren Stunden des einzelnen Zupfens) zur absoluten Hölle
- und auch mit Schlagwirkung ein paar Erfahrungen sammeln durfte, würde ich einfach mal schwer hoffen, dass das ein kleiner Witz zur Auflockerung ist
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LG
Vom Tablet gesendet.






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