Das, was ich mache (lange Yang-Form, also Standard) geht auf Yang Chengfu (1883-1936) zurück.
Yang Chengfu war zweifellos dick. Ich glaube nicht, daß er irgendwann mal in den Krieg gezogen ist.
Die Formen vor ihm (Chen, Yang Luchan-Form) waren in sportlicher Hinsicht anspruchsvoller, und die Leute, die sie übten, waren eher schlank.
Er machte nun seine Form, vermutlich weil diese ihm für seinen Körperbau angemessener erschien. Wer dick ist, macht keine großen Sprünge, aber er braucht z.B. auch nicht tief zu stehen, weil er schon aufgrund der Körpermasse genug Standfestigkeit mitbringt.
Ich glaube daher, es ist umgekehrt: Diejenigen, die zu Adipositas neigen, finden in der Yang-Form etwas, das zu ihnen paßt und das sie - im Gegensatz zu Kung Fu, usw. - auch machen können (ich bin Yang Chengfu sehr dankbar dafür, daß er - offenbar als einziger - so ein System entwickelt hat). Deshalb zieht die Yang-Form dicke Leute an, und umgekehrt sind die, die sie machen, nicht selten dick.
Leute, die klein, schlank und sportlich sind, suchen sich dagegen meist etwas anderes, das besser zu ihnen paßt und sie mehr fordert.
P.S.: Vorgesten und gestern grippig gefühlt, gestern abend Kopfschmerzen gehabt und sehr matt gefühlt, trotzdem die (Yang-)Form gemacht. Kurz danach klarte überraschend der Kopf auf, und mir geht's seitdem deutlich besser.
Ist doch toll, sowas. Danke, Yang Chengfu!





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