Also wir haben ja in den letzten 10 Jahren in der Kampfkunstszene einen wachsenden Markt für "innere" Systeme. Das ist einfach auch ein Trend, auf den viele aufspringen.

Wenn man jetzt ein Kampfkunstsystem hat, das sowohl schwerpunktmässig innere Arbeit (in egal welcher Form) betreibt und dann noch anwendungsbezogen ist - dann kann man von innerer KK sprechen.
Innere Arbeit generell entwickelt über kurz oder lang solche Sachen wie den Kraftschub, Neijin und auch intuitive Steuerung und Manipulation des Gegenübers. Man arbeitet halt auf mehreren Kanälen.

Aber für einen Schwerpunkt muss man sich dann mal entscheiden. Eine gute IMA tut das und eben möglichst gezielt. Ein Taijiquan lebt z.B. von einem trainierten Pengjin. Der Rest ist nice to have, aber erstmal wird der Schwerpunkt abgehakt. Daito-Ryu lebt von gutem Neijin /Aiki und erst wenn man das kann ist das ganz klar "IMA".

Andere Systeme verwenden zwar auch innere Übungen, aber eben eher beiläufig, ohne gezielt damit in die Anwendung zu gehen... da ist eben der Hauptunterschied. Es gibt ja durchaus KKler aus diversen Systemen mit hoher innerer Kultivierung und "merkwürdigen" Fähigkeiten aber das ist z.B. kein Kernbestandteil des Anwendungstrainings, bzw ist dann etwas, das man erst sehr viel später für sich selbst rausarbeitet. Oder man erzählts, damit es einem irgendwer abkauft.

Gruss, Thomas