Dass eine gute Fitness die Chancen deutlich erhöht, gefährliche Situationen zu überstehen, erscheint mir logisch. Aber dadurch werden Joggen, Pilates und Gewichtheben nicht zu KS/KK/SV.
Ich kann da nicht mitreden, weil ich keine Erfahrung mit SV-Situationen habe.
Ich glaube nicht, dass ich meine körperlichen Nachteile (50+, 60-65kg) gegenüber einem durchschnittlichen Schläger durch SV- oder KS-Training ausgleichen könnte. Hat ja mal auch ein KM-Experte mir in einem Thread bestätigt. Ebenso ist die Zeit, wo ich hätte bolzen können bis der Arzt kommt, schon lange vorbei. Also kann aus mir kein (guter) Kämpfer mehr werden.
Nach dem Ausschlussprinzip bleibt also nur, mich zu üben in der Kunst einen Kampf zu verweigern und hoffen durch Achtsamkeit potenziellen SV-Situationen aus dem Weg zu gehen.
Mein Diskussionsfaden mit Inryoku und Carstenm ist bei der Diskussion um den Begriff "mitgehen" gerissen:
Wenn ich Aikido nicht als Kampfkunst verstehe, dann machen die Begriffe "Angreifen", "Angriff fortsetzen", "Verteidigen" in der Tat keinen Sinn mehr, aber dann fehlen mir auch die Worte, das zu beschreiben, was ich übe. Deswegen verweise ich mal auf den Gründer:
Quelle: https://aikidojournal.com/2016/09/24...omaru-ueshiba/Zitat von Morihei Ueshiba in einem Interview aus dem Jahr 1957
Wie ich persönlich das konkret verstehen und umsetzen könnte, habe ich kürzlich auf einem Video eines kanadischen Tai-Chi Meisters gesehen (dass jemand in einem Beitrag auf aikiweb.com verlinkt hat): The Unfettered Mind - Tai chi vs the combative mind. Ich meine, in dem Video einige Prinzipien zu sehen und erklärt zu bekommen (aus der Tai Chi Perspektive), die ich auch aus meinem Aikido-Unterricht kenne.
Ob man so wirklich kämpfen kann, wage ich erst mal nicht zu behaupten, aber Üben im Sinne von Sport ausüben, ist sehr gut möglich. Und in dem Aikido, das ich übe, sind die Bewegungen schon dynamischer als in dem Tai Chi, das ich (nur) aus Videos kenne.





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