Man sollte allerdings nicht vergessen, dass es da noch weit mehr Punkte gibt, als simple Stochastik. Der Mensch ist etwas komplizierter und komplexer.
Ich würde bspw. tatsächlich behaupten, dass das Kind, dass sich mit E-Sports genauso oft auseinandersetzt, wie das andere Kind auf der Matte steht (also 45min-4,5h in der kompletten Woche), weit wehrhafter ist und ein ordentlich ausgeprägtes Selbstvertrauen hat und sein Kind steht, wenn es glücklich ist, für voll genommen wird, seine Meinung ein Gewicht hat und weiß, dass es unterstützt wird, lernt, sich durchzusetzen und das Kind weit wehrhafter als das Kind, das zum KS gezwungen wird, aufs Training überhaupt keinen Bock hat und schon in dem Punkt gezeigt bekommt, dass es eh nichts zu melden oder mitzubestimmen hat und das (bestenfalls 3x/Woche) keinen interessiert - da kannst Du Deine eigenen Aussagen einfügen an der Stelle.
Es sind bekanntlich immer die verwöhnten Einzelkinder, die ganz schüchtern sind und die jahrelang unterdrückten und gezwungenen Kinder, die sich super durchsetzen können. (Ich hab in der Musik genug der „angehenden Star-Pianisten“ (oder auch nur Kinder, die zur Musik gezwungen wurden) kennengelernt und überraschenderweise waren die, die dazu gezwungen wurden und jeden Tag üben mussten, obwohl sie nicht wollten und viel lieber Fußball gespielt hätten, die Personen, die so ziemlich keinerlei Widerstand geboten hätten oder haben. Woran das wohl liegen könnte...)
Toll, freut mich wirklich. Ich hab da leider persönlich ein paar Beispiele von Kindern, die sich das Leben genommen haben oder daran psychisch zerbrochen sind und sich nie davon erholt haben, kennengelernt und nicht nur die, die es geschafft haben. Genau das ist doch der Punkt... Für genug Kinder in Thailand ist das Thaiboxen eine Chance, genug zerbrechen daran elendig oder stehen ab Mitte 20 vor dem absoluten Nichts...
Ich hätte auch viel dafür gegeben, viel früher mit KS begonnen zu haben und wäre unheimlich stolz, wenn der Nachwuchs mal mehr im Ring erreichen sollte als ich und wirklich Spaß am Sport hat. Es geht dabei allerdings nicht um uns. Ich verlasse mich auch darauf, dass ein glückliches Kind weit wehrhafter ist, als eines, das ein paar Mal in der Woche irgendwo drauf haut, wozu es keine Lust hat und über Jahre gezwungen wird, anstatt es für voll zu nehmen. Mal nachgefragt, ob die Jungs zum Sport gezwungen wurden oder Spaß daran haben und ihn gerne machen (/e: was Du beschreibst, habe ich nur einmal bei einer Person erlebt, die gezwungen wurde, aber das schrieb ich ja bereits)? Das ist für gewöhnlich das Alter, in dem sich der Zwang dann langsam umkehrt und da gab’s schon nette Erfahrungen, wenn der 16-jährige Boxer auf einmal keinen Zwang mehr duldet und körperlichen Zwang entsprechend beantwortet... (/e: Der hat dann evtl. sogar wirklich im Trainer eine Vaterfigur gefunden und Glückwunsch an den Vater, die harte, wehrhafte Sau bricht ziemlich bald mit der eigenen Familie
.) Das wünsche ich mir für keine Familie und keine der Seiten... (/e: Der 13-jährige introvertierte und gemobbte Junge wird allerdings auch nicht einfach zum Kämpfer. Du findest in jedem Verein schon genug Leute, die wirklich kämpfen wollen, aber einfach nicht dazu gemacht sind bzw. nie den unteren Durchschnitt verlassen oder wirklich wehrhaft (werden) werden. Man kann sich den Menschen nicht so basteln oder ihn so formen, wie man es gerne hätte...)
Vom Tablet gesendet.





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