@shintaro:
zum zweiten, der Punkt Kata, warum braucht man sie gar nicht? Im Karate oder anderen ähnlichen Stilen werden auch Kata geübt. Dann bräuchte man sie dort auch nicht.
Soweit ich das verstanden habe, werden mit dem Hanbo Kata geübt, um lediglich das Stockhandling zu üben und verschiedene Technikabfolgen. Die ein oder andere Bunkai läßt sich da basteln.
Aber für die reine SV sind diese Kata eher nicht brauchbar, sondern eher für Liebhaber von Stockschwüngen und Kata. Was auch sein darf.
Da würde ich mir eine ausführliche Begründung wünschen, oder hab ich irgendwo was überlesen?
du willst immer noch unterscheiden zwischen "kata" und anwendungsrelevanten drills.

eine solche unterscheidung gibt es nicht!
die kata der alten japanischen kampfschulen waren exakt DAS: drills, um anwendungsbereite bewegungsmuster zu schulen UND gleichzeitig die notwendigen fertigkeiten (neudeutsch: skills) zu erwerben.

eine unterscheidung, wie du sie triffst, also zwischen "kata" und "anwendungsdrills" findet sich nur und ausschließlich bei den von europäeren (und amerikanern) selbstgebastelten "aneinanderreihungen von techniken", die man unzulässigerweise "kata" genannt hat.

siehst du nun deinen denkfehler?


Soweit ich das verstanden habe, werden mit dem Hanbo Kata geübt, um lediglich das Stockhandling zu üben und verschiedene Technikabfolgen. Die ein oder andere Bunkai läßt sich da basteln.
Aber für die reine SV sind diese Kata eher nicht brauchbar, sondern eher für Liebhaber von Stockschwüngen und Kata.
sorry, aber das ist doch genau das, was sich der deutsche karl-heinz so unter "kata" vorstellt.

echte kata der authentischen japanischen koryû beinhalten echte, kampfrelevante bewegungsmuster.
echte kata der authentischen japanischen koryû beinhalten gleichzeitig ernstfallerprobte strategien und taktiken, die auf jahrhunderte alten erfahrungen basieren.
echte kata der authentischen japanischen koryû sind schlicht und einfach DRILLS, die dafür sorgen soll(t)en, daß man im kampf nicht sang- und klanglos unterging.

das alles findet sich in den selbstgebastelten solotänzchen, die uns stieblers nachfolger als "kata" unterjubeln wollen, an keiner einzigen stelle.
wo werden denn in den stiebler-"kata" bewegunsgmuster geschult, die eine sichere schrittarbeit gewährleisten? wenn ich sehe, wie die beleibten älteren herren über die matte stolpern, behaupte ich mal: nirgends.
wo wird in den stiebler-"kata" eine kampfrelevante körperhaltung gelehrt? nirgends, die jungs wissen nicht mal, was das ist. deshalb ebwegen sie sich auch wie ein schluck wasser in der kurve.

wo wird in den stiebler-"kata" gelehrt, wie man ein stöckchen korrekt hält, damit man es nicht verliert, wenn man einen gegentreffer kassiert?
nirgends.
wo wird in den stiebler-"kata" gelehrt, wie man kraft in die stockschläge legt, damit man einen prospektiven gegner so zügig wie möglich weghauen kann?
nirgends.

"freunde von stockschwüngen und kata" werden an dem stiebler-krempel ihre freude haben - allerdings nur, wenn es ihnen icht darum geht, mit dem stöckchen auch wirklich KÄMPFEN zu lernen.
und auch nur, wenn sie unter "kata" den mist verstehen, den sich der deutsche karl-heinz eben so unter "kata" vorstellt: "eine vorgegebene aneinanderreihung von techniken, die das prinzip von angriff und abwehr darstellen sollen" oder "ein scheinkampf gegen mehrere imaginäre gegner".

und da kommt eben sowas raus wie der "hanbo-jutsu"-krempel, der gerade in den djjv implementiert werden soll.
gruselig ...