
Zitat von
Pansapiens
Und welche wären das?
nun, Klaus hat das Dilemma des modernen 'Kriegers' doch an einem Beispiel aufgezeigt:

Zitat von
Klaus
Mehrere hundert Elite-Fallschirmjäger (ich glaube es waren 300, Nomen est Omen) hätten gegen mofafahrende Jugendbanden die im Wesentlichen mit Macheten und Knüppeln ausgerüstet waren schnell Fakten geschaffen. Wenn man es mit einigen tausend schwer bewaffneten regulären Verbänden zu tun gehabt hätte, so wie in Srebrenica, hätte man gar nichts tun können. Das war aber nicht der Fall.
Tatsächlich könnte man hier den Fall eines Kriegers tatsächlich aufziehen. Ein "Samurai" tut was man ihm sagt. Ein moralischer Krieger hätte die Jugendbanden gestoppt, den Fallschirmjägern den Befehl erteilt damit die aus der Verantwortung raus sind (Befehl ist Befehl), und die Konsequenzen getragen. Das wäre ein Disziplinarverfahren geworden das ihm emotional nicht wirklich weh getan hätte, und vermutlich hat dieses Dilemma den schweren Defekt ausgelöst nachdem er seinen Arm nicht mehr bewegen konnte. Innerlich wusste er dass er maximal entlassen worden wäre, damit hätte er leben können. Aber er war kopfmässig halt völlig auf Gehorsam gepolt, nur seine Seele wollte das nicht akzeptieren.
Im Zusammenhang mit unserer Diskussion (Weg des Kriegers) geht es wohl ja auch darum, dass der 'Krieger' darüber nachdenkt, was er da eigentlich tut und warum er es tut,
und genau das hat viel Potential, zu inneren Konflikten zu führen, deshalb ist so ein 'Krieger' natürlich immer auch ein Risiko für seinen Kriegsherrn.
Den Begriff des 'friedvollen' Kriegers verstehe ich übrigens so, dass es sich hier um einen Krieger handelt, der im Wortsinne 'voll des Friedens ist',
also seinen inneren Frieden gefunden hat und deshalb nur tut, was im Einklang mit seinen Prinzipien steht.
Ob diese Prinzipien nun 'gut' oder 'schlecht' sind, hängt von der jeweils gesellschaftsprägenden Moralvorstellung ab.
Geändert von Hafis (15-10-2018 um 14:12 Uhr)
Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)
Life is complex. It has real and imaginary components. (Rich Rosen)