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nun, Klaus hat das Dilemma des modernen 'Kriegers' doch an einem Beispiel aufgezeigt:
Blauhelmsoldaten sind Angehörige der Friedenstruppen.
Also eher Frieder, als Krieger.

Du sprachst von "Versagen".
Der Kommandant betrachtete es als Versagen, dass er während der Geschehnisse nicht rübergebracht hat, was dort geschieht.

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Im Zusammenhang mit unserer Diskussion (Weg des Kriegers) geht es wohl ja auch darum, dass der 'Krieger' darüber nachdenkt, was er da eigentlich tut und warum er es tut,
"So macht Bewußtsein Feige aus uns allen; Der angebornen Farbe der Entschließung Wird des Gedankens Blässe angekränkelt..."
Bei einem Krieger hätte ich es erwartet, dass es sich um einen Tatmenschen handelt, der zügig entscheidet und nicht ewig grübelt, "ob's edler im Gemüt"...
So hat auch General Dallaire in Sekunden entschieden, seine schlecht ausgerüsteten und über das Land verstreuten Leute nicht zusammen zu ziehen, um vielleicht das Leben der restlichen drei belgischen Kameraden zu retten.

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und genau das hat viel Potential, zu inneren Konflikten zu führen,
Das Wort "Krieger" impliziert für mich, dass sich derjenige, der sich so bezeichnet, Konflikten stellt und diesen nicht ausweicht.

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deshalb ist so ein 'Krieger' natürlich immer auch ein Risiko für seinen Kriegsherrn.
Ja, z.B. wenn er die vorbereiteten Waffenlager an die UN verrät:

https://youtu.be/DXdAhEs4bQ4?t=17m34s

Ein Mensch, der bereit ist, andere Menschen im Kampf zu töten, muss also nicht automatisch ein skrupelloser Massenmörder, Folterer und/oder Vergewaltiger sein.