Es ist natürlich Schwachsinn. Durch Kampfsport werden keinerlei relevante soziale Kompetenzen gefördert oder gar erst erworben. Wie man überhaupt auf die Idee kommen könnte, ist mir absolut schleierhaft.
Werden verzärtelte, sanfte Romantiker, vulgo "Opfer", durch Kampfsport zu echten Männern?
Nein, man sehe sich nur die ganzen Eierköpfe an, die in der Budo- und Kung Fu-Szene durch die Botanik schleichen. Die sind auch mit dem 3. Dan noch eher weichlich. Das selbe Spiel hat man dann auch im Vollkontakt, man denke nur an die ganzen Muay Thai-Freaks, die thailändischer sein wollen als die Thais - Budoromantik in Reinkultur.
Werden Rabauken durch Kampfsport zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft?
Nein, die Anzahl an Verbrechern, politischen und religiösen Extremisten jeglicher Couleur und Schlägern in der Kampfsportszene ist nun wirklich Legion. Das hat auch nichts mit dem Stil zu tun - heute machen diese Leute zwar MMA und Kickboxen, vor 40 Jahren haben sie aber Karate und Kung Fu gemacht, in den 90ern sogar WT. Da ist der Kampfsport halt nur Mittel zum Zweck.
Dass Teamfähigkeit und Rücksichtname auf Andere durch Kampfsport gestärkt werden, will ich gar nicht abstreiten, aber die selben "Kompetenzen" findet man auch in Verbrechersyndikaten und Strassengangs: Dass man sich seiner In-Group gegenüber positiver verhält als gegenüber Out-Groups ist nur natürlich, aber auch nicht das, was man mit "Stärkung der sozialen Kompetenzen" erreichen will. Steckt die Kinder stattdessen doch in eine Band oder in einen Mannschaftssport (!), da lernt man tatsächlich nachgeben, sich durchsetzen und sich auf Andere zu verlassen.





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