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Ich finde es relativ unangebracht, "Raufen" im unfreiwilligen Sinne zu fördern oder zu dulden. Ich würd's nicht tun. Was anderes ist, daraus halt ein Üben zu machen, sprich man trainiert mit den Kindern sich wehren in einem freiwilligen, gezielten und gecoachten Kontext. Sonst fördert man sich sein "Recht" mit Gewalt zu nehmen, oder andere mit Gewalt zu "ärgern".
Fördern und dulden ist in diesem Kontext das eine, "harte" Konsequenzen das andere. Und da muss ich schon sagen das heutzutage da schneller mit relativ "drastischen" Maßnahmen reagiert wird. Zumindest im Vergleich zu meiner Schulzeit.

Ich bin Bj 1980 und war demzufolge in den 80ern in der Grundschule. Und da haben wir uns im 3. oder 4. Schuljahr fast jede Pause "gekloppt" im Sinne von vor die Schienbeine treten und in den Schwitzkasten nehmen etc. Nix allzu wildes und alle die mitgemacht haben haben das auch freiwillig gemacht. Das war eine ziemlich beliebte Pausenbeschäftigung. Ich erinnere mich das mich meine Mutter öfters gefragt hat ob in der Schule alles in Ordnung ist und woher die ganzen blauen Flecken an den Beinen kommen. Für mich war das damals gegenseitiger Spaß und ich kann mich an keinerlei nennenswerte Konsequenzen erinnern im Sinne von Schulverweisen, Elterngesprächen etc.

Ähnlich sah es zu meinen Gesamtschulzeiten aus. Da haben wir uns auch öfters "gekloppt", ohne das da einer ernsthaft zu schaden gekommen wäre. Und solange das nicht mit "Faust im Gesicht" geregelt wurde gab es "Mensadienst", "Strafarbeit" und/oder nen Eintrag ins Klassenbuch und fertig wars.

Da ich im Schulkontext arbeite (u.a. an meiner ehemaligen Schule) kann ich sagen das diesbezüglich heute ein ganz anderer Wind weht. Da wirtd nicht lange gefackelt um die Eltern vorzuladen und das Kind zu suspendieren.