Eigentlich habe ich kein Bock auf diese Diskussion, da eigentlich ausgelutscht in den Foren, aber das Internet hat sich bissi verändert, bspw. ist das WT4UM tot und wenn bspw. jemand heutzutage frisch reinschaut und diesen Thread liest, könnte er deine Einwände ernst nehmen.
Wie gesagt, von vielen ehemaligen ewto mitgliedern, Meistern, Nationaltrainern usw., ist es nicht so harmlos gewesen, bzw. auf “Missverständnis“ beruhende Probleme usw.
Die Entwicklung heutzutage war und ist gut.
Auch für die ewto und die Leute usw.
Aber die Kritik ist begründet. Es sind auch keine “Missverständnise“ schuld, sondern es war System. Wie es Martin Dragos beschreibt. Habe es verlinkt. Nicht nur das, also dieses “Geldmachen“, sondern man hat dem wt/wc generell geschadet. Ich kann daher deinen Beitrag nicht unbeantwortet lassen.
Hier nochmal Sifu Dragos (Nationaltrainer Slovenien damals) zum Verfall der Kunst:
“Vererbung des Unwissens
Beispiel-Dialog zwischen Lehrer (Sifu) und Schüler (To-Dai):
Schüler: "Si-Fu, warum darf ich diese oder jene Technik nicht üben?"
Lehrer: "Dafür hast du noch kein "Gefäß". Stell jetzt keine Fragen und übe weiter".
Kommt Ihnen dieser Dialog bekannt vor? Sie haben eine Frage, bekommen aber keine Antwort. Zudem sind Fragen grundsätzlich nicht erwünscht. Man reduziert Sie auf das Hörigkeitsniveau eines Kindes. In Ihrem Kopf entstehen viele Fragezeichen und Verwirrung. Man vertröstet Sie auf „später“, aber später kommt nie. Nach ungefähr 10 Jahren sind sie dann endlich genauso schlau wie vorher. Die „Vererbung des Unwissens“ hat nun Fuß gefasst. Und da man Ihnen nahelegt, doch eine Schule zu eröffnen, damit Sie sich die teure Ausbildung in Ihrem Verband mit Hilfe von Nebeneinkünften auch leisten können, geht das Spiel in die nächste Runde. Jetzt beginnt der innere Konflikt und Schmerz, der dazu führt, dass Sie sich und ihre Assistenten oder Schüler belügen müssen und so tun, als wüssten Sie immer bescheid, wenn Ihre eigenen Schüler Fragen stellen. Sie geben die gleiche Antwort: „Übe jetzt und stell keine Fragen - das kommt später“.
Das Märchen von der wahren Quelle
Im Gespräch mit Angehörigen verschiedener Verbände, auf die Frage hin, was sie denn "bei der Stange halten" würde, obgleich sie schlecht behandelt werden und nur langsam lernen, hört man häufig: "Ich möchte den Kontakt zur wahren Quelle nicht verlieren". Nicht zu fassen! Falls Sie sich oder jemand anderen an dieser Stelle wiedererkennen, sollten Sie sich mal darüber Gedanken machen, ob eine Quelle, die nicht sprudelt, per Definition überhaupt eine Quelle ist?! Das bewusste Vorenthalten von Informationen, die leichtfertige Weitergabe von Halbwissen durch unqualifizierte Lehrer, das sture Verschließen der „Meister“ gegenüber Neuem, eine falsch verstandene Bewahrung von Tradition, die ungeprüfte Übernahme von Wissen, sowie die bewusste Fortsetzung des Geheimkultes führt mit jeder neuen Schüler- und Lehrergeneration zu einer „Wissensverfallsspirale“ und verarmenden Entwicklung. Erschwerend kommt hinzu, dass Kommerzgedanke und der Kampf um Marktanteile bis heute das Bild der Szene bestimmen und dieser Umstand zum Erliegen eines fruchtbaren Erfahrungsaustausches beiträgt. Die sogenannte "Quelle" wird zu einer austrocknenden "Pfütze".
Quantität und Qualität
Es ist ein Naturgesetzt, wonach Qualität und Quantität nur selten einhergehen. Nicht nur ist es schwierig, grosse Scharen schnell angelernter Ausbilder zu wirklich qualifizierten Lehrern zu machen. Vielmehr wird dieser Fokus bewusst gewählt, um Abhängigkeiten zu schaffen. Denn wer sich "unreif und unfertig" fühlt, hat noch viel zu lernen und reiht sich ein in die Struktur. Nur die Fortgeschrittenen und Erfahreneren Wing Tsun-Ausbilder werden in den Augen des Gurus zum "Problem". Sie müssen durch Knebelverträge und Preishürden am Wachstum gehindert werden. Daher beobachtet man geradezu astronomische Preise ab den Lehrstufen der Meistergrade. Machiavelli lässt grüßen! Wenn Sie also das nächste mal den prahlerischen Worten eines Gurus lauschen und ihn "Wir sind die grössten, wir haben die meisten Schulen" sagen hören, so seien sie Gewiss, dass Größe hier mit Niveauverlust erkauft ist. Selbstredend bleibt es jedem anheimgestellt, sich für Größe oder Qualiät zu entscheiden. Mudus vult decipi - die Welt will betrogen werden, also sei sie es.“






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