War die Methode des Einmal Zeigens nicht der Grund, warum die Japaner irgendwann die preußischen (Militär-)Ärzte holen mussten, um den eigenen Leuten Medizin beibringen zu lassen? Ich habe vor einer Weile dazu eine Doku gesehen - das Problem war, dass die Methode in Ihrer Perver...Perfektion so aussah, dass der Meister am Patienten rumgedoktorte und die Schüler nur zugucken durften. Erklärungen wurden nicht abgegeben, Fragen waren Tabu. Die Methode war gerade für diesen Bereich halt...suboptimal, deshalb sollten die Preußen dann aushelfen.

Ich persönlich halte "Einmal zeigen und nichts erklären" für die schlechteste Variante des Lehrens und aus der Sicht des Wissensmanagements ist sie das wahrscheinlich auch.
Es gibt ein Szenario, bei dem die Methode effizient wäre und das ist, wenn mein Ziel nicht nur die Wissensvermittlung sondern auch das Aussieben von "untalentierten" und "faulen" Schülern ist - in dem Fall wird mir die Arbeit des Schüler-Erziehens abgenommen und ich habe am Ende nur die, die "würdig" sind.
Das Problem dabei ist allerdings, dass die Menschen immer mobiler werden, die Lehrangebote umfangreicher und der Druck eine KK in Perfektion zu beherrschen immer geringer - das führt letztendlich dazu, dass die asiatischen Ur-KKs zusammen mit ihren Meistern aussterben. Das könnte evtl. auch an der Lehrmethode liegen, weil sie viele ungeschliffene Diamanten schon im Vorfeld aussiebt.

Frei nach Joe Stalin:
"Die Quantität hat ihre eigene Qualität"

Die Evolution der Wissensvermittlung wird die Methode vermutlich sowieso bald erledigen.