Vor einiger Zeit las ich hier im Forum sinngemäß:
Traditionell macht der Asiate erst mal die Übung, Effekte erkennt er währenddessen.
Sollte er daraus sinnige Rückschlüsse ziehen (also z,B. Kausalitäten erkennen, anwenden können u.s.w.) bekommt er "neuen" oder erweiterten Stoff, der kann sein Üben dann wieder komplett "auf den Kopf" stellen.
Also erst üben und dann verstehen.
Modern oder auch westlich, wollen wir erst verstehen (z.B. Kausalitäten u.s.w.) bevor wir trainieren (ne, nicht jeder).
Die Reihenfolge ist also in beiden Systemen diametral.
Ich selbst bevorzuge extrem das westliche Modell (wen wundert's). Bzw. eine Mischung.
Einmal zeigen ist für mich persönlich zu wenig (klar, kann natürlich auch an Einschränkungen in meiner Person liegen). Aber eine grobe Richtungsangabe und dann alleine "prötteln" trifft es für mich persönlich ganz gut.
Zumal das "traditionelle" eher selektiert, während es im "modernen" eher eine "keiner wird zurück gelassen Mentalität" ist. Will sagen, moderner Unterricht möchte auch den "unbegabten" soweit wie nur möglich fördern.
Ist zwar "gegen die Natur" (Selektionsdruck) mir jedoch viel näher als der "Die-guten-ins-Töpfchen-die schlechten-ins-Kröpfchen" Ansatz.
Aus meiner persönlichen Ansicht jedoch ein richtig oder falsch, gut oder schlecht, u.s.w. ableiten zu wollen halte ich für vermessen.
Außerdem ist der Inhaber des Wissens, aus meiner Sicht, dafür verantwortlich, was er wem, wie oder überhaupt beibringt. Sprich er (oder sie) entscheidet darüber autark.
Als Wissensempfänger kann man dann nur schauen ob man mit der jeweiligen Methode klar kommt, oder nicht und daraus Konsequenzen ziehen.
Manche Dinge sind einem eventuell auch wichtig genug sich über persönliche Präferenzen hinweg zu setzen.
Liebe Grüße
DatOlli





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