Darin bist Du ja sicher gut:
Wie sieht es denn mit Dir aus, was treibt Dich an, friedliche Bürger entwaffnen zu wollen, hast Du Angst?
Ich finde es auch etwas merkwürdig, das Bedürfnis nach Selbstbestimmung als "narzisstische Kränkung" zu bezeichnen.
Welche Definition von "Narzissmus" liegt dem denn zu Grunde?
Ist es narzisstisch, wenn ich mein persönliches Wohlergehen für wertvoller halte, als der Staat?
Oder dass ich mir nicht gerne von Leuten, die dümmer sind, als ich, sagen lasse, was ich tun soll?
Wenn das narzisstisch ist, bin ich narzisstisch.
Falls ich mich bewaffne, um in einer, wie mir Medien und Politik vermitteln, unsicher werdenden Umgebung im Notfall etwas besser gerüstet zu sein, habe ich Angst?
Habe ich Angst, wenn ich mich beim Autofahren anschnalle, oder einen Regenschirm mitführe, für den Fall, dass es regnet?
Echt?
Na, sei's drum, dann habe ich Angst.
Und nun?
Tanzt Du nun um mich herum, zeigst mit dem Finger auf mich und rufst "narzisstischer Feigling, narzisstischer Feigling, narzisstischer Feigling.."?
Toll: Allein bei der Vorstellung habe ich gleich viel weniger Angst...
...Nein nicht wirklich, ich glaube, bei Leuten, die aufgrund eines mehrheitlich oder autoritären negativen moralischen Urteils bezüglich einer Emotion, die sie wegen einer subjektiv empfundenen Bedrohung empfinden, entschließen, diese Emotion zu verleugnen, steht diese Emotion in Konflikt zu einer stärkeren Emotion: Soziale Angst.
Gürteltier hat ja in der Serienkillerdiskussion darauf hingewiesen, dass die Angst vor sozialer Ausgrenzung ein sehr starker Antreiber ist.
Kleine Jungs machen ja teilweise lieber dumme Sachen ("Mutprobe") als als "Feigling" zu gelten und ausgegrenzt zu werden.
Das nutzen dann andere kleine Jungs, um die dazu zu bewegen (manipulieren), dumme Sachen zu machen.
Narzisstische Bevormundung?
Wäre das nicht eher, wenn derjenige, der andere bevormunden will, narzisstische Motive dafür hat?
Das wären dann eher Entscheider, Journalisten, etc. die aufgrund der Falscheinschätzung ihrer Kompetenz meinen, es besser zu wissen, als die andere und diese dann, wie unmündige Kinder, erziehen wollen, ihnen kritische Informationen vorenthalten und in der Handlungsfreiheit einschränken...
Nennt man das nicht "Populismus"?
Ist das in Bezug auf Messer so?
Gab es dazu eine Volksbefragung oder eine repräsentative Umfrage?
Zeigt diese, von Dir verlinkte Grafik nicht etwas anderes?:
Da lese ich: 63% der Befragten trugen in den letzten zwei Jahren vor 2017 häufiger Reizgas oder eine Waffe bei sich, um sich zu verteidigen.
Da hatte doch wohl die Mehrheit der Befragten den Impuls, sich selbst zu bewaffnen.
Wahrscheinlich weil die den Glauben verloren hatten, dass der "Leviathan" Staat sie wirkungsvoll beschützen könne oder wolle.
Vererbung natürlich.
Timor teutonicus war schon von den Römern gefürchtet.
Man denke nur an die germanischen Stämme, die vor den Hunnen flohen.
Dem germanischen "Narzissmus" haben Nationalromantiker gar ein überlebensgroßes Denkmal gesetzt:
wie man in der Detailansicht sieht, hält der Hermann ein Messer, dessen feststehende Klinge deutlich länger ist, als 6cm in der Hand:
ich höre förmlich, wie er sagt:
Dann gab es natürlich zwei große Kriege Anfang des letzten Jahrhunderts, die eventuell zu einer negativen Selektion von wagemutigen Männern führten.
Und zu einer Traumatisierung der Mehrheitsbevölkerung durch Bombardierung und Hungersnöte.
Das könnte schon zu einem im kollektiv erhöhten Sicherheitsbedürfnis führen, das sich kulturell niederschlägt.









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