Ja, das ist richtig. Das ist allerdings kein "außerdem und zusätzlich", sondern er hat sich um die Wurzeln der japanischen budô bemüht, die er selbst erlernt hat. So erläutert er dann die entsprechenden Aspekte der japanischen budô - also z.B. das Vokabular und die Übungspraxis von Ueshiba Morihei - von ihren chinesischen Wurzeln her.
Er betont zudem, daß durch das Üben der äußeren Bewegungen, also der kata, die gewünschten Effekte nicht erreicht werden können. (Keine Entwicklung von Groß nach Klein, keine Entwicklung von innerer Struktur durch Formen, ...)
Das ist auch so. Die Soloübungen sind - dort, wo ich es überblicken kann - nicht öffentlich curricular verankert. Und selbst auf explizite Nachfrage hin, habe ich von japanischen aikidô Lehrern oft nur sehr vage Antworten dazu bekommen. Das genau war - soweit ich es verstanden habe - einer der Gründe für Dan Harden, diese Aspekt zu systematisieren und zu unterrichten.Ist ja interessant. Ich hatte generell japanisches Budo immer so eingeschätzt, dass Soloübungen einen sehr geringen Anteil haben ... und der absolute Fokus auf Partnerübungen liegt.
Nichtsdestotrotz, diese Übungsweise ist da. Wenn auch schwer zugänglich. Ich bin damit am intensivsten im aikidô in Berührung gekommen. Einfach, weil das der Fokus meines Übens ist. Aber auch in der daitô ryu und in koryû habe ich diese Übungsweise kennengelernt.





