Zitat Zitat von Seemann Beitrag anzeigen
Disci, ich habe noch nie jemanden erlebt, der auf dem Holzweg ist und so konsequent auch darauf bleibt.
Wenn ich ein paar überzeugendere Argumente zu hören kriegte ausser "du bist doch nicht ganz dicht" könnte sich das eventuell ändern.

aber so ganz argumentfrei... nö.




Du sagst, du willst das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, aber ich führe dir doch vor Augen, dass deine Vorschläge genau das bewirken würden. Das heißt, deine Vorschläge z.B. Tierversuche durch Menschenversuche zu ersetzen führen nicht zu dem Ziel, das du dir wünscht.
Ich sehe durchaus mehrere Möglichkeiten, wie Tierversuche abgebaut werden können und (sicher gestaltete) Versuche am Menschen geschaffen werden können, ohne einfach die Medizin von 1950 oder 1900 eins zu eins zu kopieren.

Vorwärts, nicht rückwärts.

Ausserdem ist "alt" nicht notwendigerweise "schlecht". und "neu" nicht notwendigerweise "gut"


Mal abgesehen von der ethischen Vertretbarkeit. Du willst Otto und Anna Normalo schützen, indem du im Zweifelsfall andere Ottos und Annas "opferst".
ich will gar niemanden opfern. Ich will nur, dass Forscher sehr genau wissen, was es ist, das sie den Patienten zumuten.

Das ist kein übertriebener Anspruch, sondern sollte eigentlich das Normalste der Welt sein.




Vorhin hat jmd. das Beispiel Atropin aufgeworfen und du entgegnest, wie Medikamente angeschlagenen Menschen helfen sollen, wenn diese für Gesunde gefährlich sind. Nehmen wir das Beispiel Atropin. Das wird genutzt, um eine niedrige Herzfrequenz anzuheben. Also z.B. ein Patient erleidet einen Reiz und daraufhin sinkt die Herzfrequen auf.. sagen wir 30 Schläge die Minute und kommt nicht mehr so richtig hoch. Bisschen Atropin und binnen kürzester Zeit macht der 90 Schläge die Minute.
Die niedrige Herzfrequenz vor Atropingabe hätte u.U. dazu führen können, dass der Blutdruck zusammenbricht oder/und das Herz komplett aussetzt.
ja. eben.

Mal zu erleben, wie ein bisschen Atropin die Herzfrequenz erhöht - es braucht ja keiner die Dosis für einen Elefanten einzunehmen - ist doch ein beeindruckendes Erlebnis. Dürfte auch Ärzte dazu bringen, mit der Dosierung sorgfältig zu sein.



Du hast mir vorhin die Webseite eines (ich glaube) schweizer Verbandes für Komplementärmedizin verlinkt, dem du angehörst (denn sonst könnte er dich ja nicht zu bestimmten Verhalten, wie Selbstversuchen verpflichten).
Muss man nichtmal banale Kenntnisse in Medizin haben, um Angehöriger eines Berufes und Mitglied eines Verbandes der Komplementärmedizin zu sein?
man muss einen medizinischen Grundkurs absolvieren, was ich selbstverständlich erfolgreich tat, sonst hätte ich mein Diplom nicht erhalten.