https://de.wikipedia.org/wiki/Post_hoc_ergo_propter_hoc
Da würde ich das einordnen. Es gibt nunmal einen Krankheitsverlauf (ohne deinen spezifischen Fall zu kennen und ohne medizinische Kenntnisse mal so ausgedrückt). Du hast ja die Medikamente nicht plötzlich abgesetzt und durch homöopathische Mittel ersetzt?
Kann mir auch vorstellen (!), dass die Erwartungshaltung schon in die Richtung geht, dass die ersten homöo. Mittel nicht wirken, man also eh suchen muss. Kommt es dann während der Einnahme des dritten Mittels zu einer Verbesserung, passt das ins Bild und durch die Erwartung „jetzt wirds besser“ setzt der Placeboeffekt stärker ein.
Das mit dem Suchen nach dem richtigen Mittel ist übrigens ein beliebter Trick, der gerne in verschiedenen Bereichen angewendet wird, um leichtgläubige Menschen auszunutzen. Irgendetwas MUSS ja passieren. Es wird besser, schlechter, bleibt so ... in der Homöopathie werden praktischerweise alle drei Möglichkeiten ins System eingebunden. Egal was eintritt, es gilt als Beweis für die Wirksamkeit.
Das lässt sich mit einem Regentanz vergleichen. Wir tanzen in der Steppe des nachtens ums Lagerfeuer um Sluubhgnarr den Regengott dazu zu bringen, uns endlich mit Wasser zu versorgen. Klappt es nicht, sage ich einfach, dass einige wohl nicht vehement genug getanzt haben ... also nochmal ran. Das wird solange wiederholt, bis es eben wirklich mal regnet. Das ist dann der Beweis, dass wir endlich gut genug getanzt haben. Natürlich bin ich schlau und lasse nur zum Beginn der Regenzeit tanzen. In der Trockenzeit ist Sluubhgnarr nämlich durch irgendetwas verstimmt.
Bin ich fies, lasse ich nicht tanzen, sondern mir die Töchter oder Söhne der Sippe bringen, um irgendwas mit denen anzustellen ... oder Essen, regnet es nicht, war es halt noch nicht genug.





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