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Thema: Was macht das Messer in der Tasche ?

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  1. #11
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    ich kann und will mich bei dem thema nicht wirklich festlegen.
    außer, und wie ich bereits sagte: ich halte es für bedenklich, mit der "idee", mit messer sv zu betreiben zu hausieren und spezielle "messer als sv tool"-kurse oder entsprechend ausgerichtetes marketing zu betreiben. (und mir ist klar und wurde von mir auch so trainiert, dass ein messer, auch wenn es gewisse dinge zu beachten gilt, wie etwa die physische stoppwirkung, durchaus ein sehr guter gleichmacher aber leider eben auch manchmal ein ungewollt totbringdes tool sein kann).
    ich kann mich (hoffentlich) selbst einigermäßen einschätzen. einen neuen schüler müsste ich aber schon eine ganze weile ziemlich gut kennen gelernt und im training im auge gehabt haben, um auch nur ansatzweise sagen zu können: bei dem? ja. kein problem, zumindest kann ich es für mich rechtfertigen. (in "privaten" 1:1 trainings ist das entsprechend schneller klar).
    dann könnte er an so etwas, wie einer geschlossenen, wöchentlichen extra-einheit teilnehmen oder an lehrgängen, die für bekannte von mir oder den mitveranstaltern bekannten personen aus "seriösen" trainingsgruppen offen sind. hab ich auch mal gemacht (messer eher aus "tactical" sicht, wenn auch nur 2 oder 3 leute militär-kargohosen anhatten). fand ich sehr interessant und angenehm - auch, was das miteinander mit den teilnehmern anging.
    ein paar jahre hab ich auch messer, inklusive vieler experimente mit ansätzen außerhalb von fma und silat und übungsformen, die im standard fma training keinen (zeit)raum haben, weil zu sehr sv orientiert, an einem tag der woche für interessierte aus der kali sikaran köln gruppe angeboten, die ich alle kannte. vorteil: jedes "paar" (zusammensetzung der "paare" wechselte öfters) konnte eigene aufgaben bekommen, zugeschnitten auf können und bedarf. DAS hatte ne menge an fortschritten gebracht. sv (bezogen auf taktik und technik) war da ein wichtiger aspekt. ansonsten: sparring, meist mit spezifischer aufgabenverteilung und drills. und, ja, auch klassiche fma fma-drills gehörten dazu, nicht nur drills, die man als "stress-drills" oder gar "kill-drills" bezeichnen könnte (wie da die aufgabenaufteilung aussieht, ist ja logisch. wer gut verteidigen will, sollte ein partner für andere übende sein, der auch "kill-mäßig" agiert im training).
    messer vs. messer; waffenlos vs messer; "gegenstände" gegen messer.
    relativ gut klappte bei leuten, die schon einige zeit im normalen fma training waren, die verteidigung mit einem gepolsterten 50-60cm knüppel und mma handschuhen mit guten griffeigenschaften im seit- kurven- und rückwärtsgang (übende mit den längeren standard fma stöcken waren mit dem problem "enger raum" oft überfordert. die behandschuhte freie hand war fast immer sehr wichtig bei dieser sache) - "winkeln", ständige bewegung die der druckrichtung ihren druck nimmt, nutzen von hindernissen im raum und immer wieder mal auch stoppende zwischenschläge - wenn denn die distanz gerade verloren zu gehen droht, weil die beinarbeit nicht funktioniert hat, ein mindestmaß an "check" der messerhand des angreifers und stopper durch schläge mit but oder freier hand, falls die distanz kurzzeitig unterschritten wird; oder auch - in jeder distanz - kurze, harte "stiche" - eigentlich eher "stöße" - zum gesicht und in den körperschwerpunkt.
    mit "gut" ist gemeint: mehrere harte (!) treffer auf kopf und hände, während man selbst nur leicht touchiert, gar nicht getroffen - sehr selten - oder vermutlich nicht tödliche und das harte schlagen nicht signifikant behindernde treffer, waren möglich. allerdings: nur ein paar mal. bei jedem war der messermann natürlich früher oder später "durch", weil alle schutzhelme trugen. der erste treffer oder der zweite, wenn als erstes die hand voll erwischt wurde, sollte die wesentliche arbeit geleistet haben. wenn nicht, hab ich das dann als "beide verletzt und kampfunfähig" oder gar angreifer hat "gewonnen" betrachtet. am schwierigsten war es übrigens, wenn die waffenseite des gegners "hinten" gelassen wurde und er ohne zögern geradeaus "amok lief" (also weak side forward mit schützendem arm/hand beim reinstürmen und dann packen oder checken und "pumpen" in der "ringerdistanz").
    fast immer daneben gingen angriffe, die überraschend aus der mittel- und nahdistanz gestartet wurden bei der verteilung messer vs. waffenlos.
    wer da wohl am häufigsten treffer abbekommen hat? von entwaffnungsversuchen, ohne vorherige treffer, die gut saßen, will ich gar nicht erst reden.
    fast alle übenden ohne waffen, hatten im stress übrigens sehr oft "vergessen", dass der messermann noch ne zweite hand hat, in der er die waffe wechseln kann und mit der er schlagen, halten, pushen, checken/blockieren kann usw.
    messer vs. messer endete übrigens meist in einem üblen, undurchsichtigen nahdistanz gemetzel oder aber, wenn das beide erschrocken schnell genug wahrnahmen mit "rückschritten" beiderseits und einer fortführung als "duell" aus größerer distanz. da hat es ganz schön gedauert, damit einer von beiden mit "wenn einer nachgibt, muss der andere konsquent weiter vorstoßen" klarkam - oder eben: ganz weg laufen, wenn die größere distanz und der eigene zustand das dann zulässt. das ist wohl ein "psychofaktor", der ins spiel kommt. IM TRAINING jedenfalls, wo man bei aller möglichst realen inszenierung ja immer noch weiß, dass es ernstes spiel ist und nicht das "reale". Interessant.
    wie die psychologie hier greift: man könnte ja theoretisch sagen: ich weiß ja, dass es spiel ist, also lasse ich diese reaktion weg, aber selbst bei hartholzmessern mit schaumstoffummantelung und schutzhelmen oder zumindest -brillen greift da das unterbewußte und sagt "weg da, SO nicht!". das galt auch für leute, die schon lange trainierten und technisch sehr gut waren.
    alles eben eine frage der trainingsmethoden und langwierigen psychischen prozessen.
    will ich aber eben nicht für "jedermann" und erst recht nicht für leute, die ich als potentielle "problemfälle" betrachte.
    jetzt kann ich es gesundheitlich nicht mehr (und ziemlich plötzlich innerhalb eines jahres...), und ich überlege wieder, inzwischen chronisch untertrainiert, mir ein messerchen mit zu nehmen, wenn ich doch mal wo bin, wo es "gefährlich" werden könnte. feststehend, eher kurze klinge, super scharf, in kydex-scheide und schnell zugänglich - völlig legal.
    ein equalizer, der schwächen ausgleicht.

    messersysteme sind altersstile?????
    Geändert von amasbaal (04-11-2019 um 20:03 Uhr)

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