Absolut nicht. Geschichtliches Wissen sehe ich nur als absolute Basis an. Nichts was die Kampfkunst „inhaltlich“ weiterbringt. Sie hilft nur die eigene Richtung einzuordnen.
Wirkliches „Hintergrundwissen“ sehe ich im Bereich Physiologie, Anatomie und Psychologie, aber auch, in den traditionellen Linien, Philosophie.
Es sollte darum gehen seinen Körper zu verstehen und wie er gesteuert wird. Dann kommt man ganz schnell zum „Verstand“ und dann muss man gucken wie der funktioniert und wie man mit ihm umgeht (Stichwort Angst, Stress etc.).
Ich weiß das dieser Ansatz in der KK-Welt in Dtld. nicht weit verbreitet ist, aber ich frage mich ob das an den Leuten liegt die in die Turnhallen rennen oder an den Leuten die das Training in den Turnhallen anbieten?
Wenn ich mir die Atmosphäre in einer Boulderhalle angucke oder beim BJJ (zumindest in unserem Dojo), dann schafft die schon die Voraussetzung um das Training so zu gestalten das diese Art von Wissen vermittelt werden kann.
Wenn ich an „traditionelle KK“ in Dtld. denke, dann habe ich eigentlich immer das Bild von Leuten im Gi mit bunten Gürteln vor Augen, die schön geordnet durch die Halle pflügen.
Die Art und Atmosphäre eines Trainings bestimmt auch zu einem großen Teil wie Wissen vermittelt wird und was die Leute aufnehmen können.
Ich habe beruflich genug Seminare, Coachings und Beratungen mitgemacht um zu wissen das die Atmosphäre das Wichtigste ist wenn es darum geht was der Einzelne mit nach Hause nimmt.
Ich werde am WE ausnahmsweise, entgegen meiner sonstigen Überzeugung, ein Seminar geben und in der Vorbereitung dafür habe ich die meiste Zeit damit verbracht meine Didaktik und die Atmosphäre vorzubereiten. Inhaltlich fordert mich das jetzt nicht besonders.
Machen sich die Leute, die lehren, denn über so etwas überhaupt Gedanken? Ist Ihnen klar was sie den Leuten an Hintergrundwissen vermitteln wollen und wie sie am effizientesten tun können? Muss man Training immer so geben „wie is immer gemacht wurde“?






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