Zitat Zitat von Odysseus Beitrag anzeigen
Alles im Wandel, abhaengig vom Begreifen oder wollen. Allein die Winkel, Funktionen und Koerpermechaniken bleiben. Wie man drauf zugreift, in/mit dem Koerper, haengt davon ab, was bei rauskommen soll.
Zitat Zitat von kloeffler Beitrag anzeigen
Die „Bilder“ sollten sich, je nach Vermögen des Lehrers, in die heutige Zeit entwickeln, ohne von den Lernenden ein Studium der mittelalterlichen chinesischen Glaubenswelt zu verlangen.

Ein Lehrer, der 300 Jahre alte Bilder bemüht, hat meiner Meinung nach seinen Job schlecht gemacht.

Ich bin nicht an Konservierung, sondern an lebendiger Tradition interessiert. Und ich unterstelle mal, das waren die Anwender früherer Zeiten erst recht.
Ich möchte mich ausdrücklich dieser Fraktion anschließen, weil das genau meiner Erfahrung entspricht.

1994 mit Taiji – und Qigong-Übungen begonnen, auch „stehende Säule“. Was gab es da nicht an Bildern! Und Versprechungen, was alles passieren würde, wenn man sich dies oder das vorstellt …. „Qi-Fluß“ und so .. ich hab das von Anfang an als störend empfunden und eben einfach erstmal das formelle geübt, also die Bewegung … bei JS hab ich dann auch gestanden, eben nur mit der Konzentration auf der Körperausrichtung und Balance. Da hab ich erstmal begriffen, wofür die Übung gut ist, und dass sie ein grundlegendes Prinzip verkörpert…

.. auf einem Kurs traf ich einen, der machte mit mir eine PH-Übung, „einfacher Kreis“. Ich war der Meinung, man müßte spüren, was da kommt, und sich entsprechend bewegen. Der Kontakt war schon so, wie wenn man eine Katze streichelt, aber er beschwerte sich mehrfach, ich sei zu schnell und zu hart, und er könnte „seine goldene Kugel“ nicht spüren … (der Lehrer hatte gesagt, die „goldene kugel“ sollte vom hinteren Bein aus nach oben laufen)… ganz offensichtlich war er mit dem „Bild“ vollauf beschäftigt, dass ihn die (sehr sehr softe) Realität überforderte…

… da lob ich mir das ILQ, da muß ich mein Gehirn nicht mit Aufgaben beschäftigen, die im Moment nicht dran sind…

noch ein Beispiel: Jemanden getroffen vom YiQuan. Der war gut, sehr druckvolles PH, aber dann sollte ich Schritte mitüben, und es gab da einen Faden, meine ich, der zum Himmel zieht .. (habs schon wieder vergessen..) …

Was anderes ist es mit der Leere. Das ist für mich das genaue Gegenteil. Der „denkende“ Teil meines Hirns ist in der Kampfaktion am besten abgeschaltet. Das erreiche ich m.E. nicht über „Bilder“, die mein Großhirn beschäftigen, sondern über die möglichst hohe Konzentration auf das Geschehen.