Das geht mir von der Grundhaltung schon wieder in die Richtung der Mikroben als "kleinen Helferlein" von Mario.
So eine Art Naturromantik.
In der Rohkostszene gab es auch mal einen Franzosen, Guy-Claude Burger, der behauptet hat, dass durch erhitzte Nahrungsmittel entartete Moleküle in den Körper eingebaut werden und Krankheiten, wie Karies oder Tuberkulose nur der Versuch seien, die wieder aus dem Körper zu entfernen.
Wenn man zuviel davon hat, gäbe es halt unschöne Löcher.
In der Natur, wo die Tiere sich instinktiv von natürlichen Nahrungsmitteln ernähren, gäbe es so was wie "Krankheiten" nicht.
Das ist natürlich quark.
der Grund für die späte Impfung ist meines Wissens, dass die vorher nicht vertragen wird.
so wie die Einwohner von Amerika, bevor die Europäer gekommen sind?
hört sich eher so an, als ob wir mehr Vermutungen hätten
Es könnte aber auch sein, dass weder das eine noch das andere zutrifft.
Wenn es eine wirklich vererbliche genetische (und nicht nur epigenetische) Komponente wäre, müssten die Viren ja die DNA der Keimbahn, also der Spermien und Eizellen verändern.
Das könnte man ja durchaus untersuchen.
Bevor man sich allerdings an die Ursache von irgendwelchen behaupteten Optimierungen macht, liegt es nahe, zu prüfen, ob es diese Optimierungen überhaupt gibt.
Wie bei der Homöopathie: wenn sich keine Verumwirksamkeit zeigt, muss man sich nicht mit Erklärungsmodellen auseinandersetzen.
Das ist wohl eher auf die bessere Versorgungslage der Menschen zurückzuführen.
Die sind besser ernährt und man kann opportunistische Infektionen besser bekämpfen.
Auch in Amerika gab es Hochkulturen.
Der Unterschied ist, dass man in Europa mit seinem Viehzeug eng zusammen lebte und sich von dem dann allerlei Krankheiten eingefangen hat.
Das Masernvirus ist ja mit dem Erreger der Rinderpest verwandt.
Dennoch könnte eine Naturromantiker behaupten, Pest und Cholera hätten nur Leute mit Sollbruchstellen hingerafft und ansonsten irgendwas optimiert.





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