
Zitat von
Bücherwurm
Eben. Das sagen die, die die Entwicklung des Karate zum WK-Sport kritisieren, seit Jahren. Wenn ich mich dem Anspruch des Wettkampfs unterwerfe, trainiere ich dann eben nur das.
Ganz so extrem zum Glück nicht.
Mal zwei Beispiele:
Die Florettgrundschule wird so gelehrt, dass ein Übergang zum Degen möglich ist. Die Grundschule ist immer etwas mehr für den Übergang aber dafür hängen einzelne Aktionen etwas in der Luft. Ich brauche beim Florett in der Praxis längst nicht so viele Paraden (Abwehren) wie für Degen, aber ich lerne sie, weil historisch Florett nur Vorbereitung für Degen ist. Jetzt ein eigener Sport.
Beim Karate habe ich in den Kata auch mehr drin als turniertechnisch erlaubt vorkommen wird. Pinan Sandan - Ellenbogen gegen Umklammerung von hinten...
Es werden durchaus einige Sachen bewahrt.
Allerdings haben sich historisch auch eher die Sachen durchgesetzt die aussortiert haben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Kreu%C3%9Fler
Wie lange ist dieses Bewahren von Teilen sinnvoll oder lieber ganz zurück zu den Ursprüngen oder ständig ans jeweils Moderne anpassen? So einfach ist es nicht. Ich war mit dem Florettkompromiss ganz zufrieden und bisher auch mit den Karatekompromissen, aber ich verstehe die Leute gut, die sich nicht beschränken wollen.
Geändert von Billy die Kampfkugel (25-02-2020 um 19:03 Uhr)
"Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)