@ Silverback
Deine syntaktische Analyse ist sehr treffend. Allerdings würde ich auch hier, im Sinne von dem was ich schon schrieb, es nicht so sehr als kalkulierende Manipulation sehen. Sondern als eine Folge ihrer tiefen Angst, die eine offensichtlich intelligente Frau hier und fast überall in ihrem Text zu großer Unlogik und wilden Unterstellungen verleitet. Genau wie du diesen Absatz in seiner formellen Rhetorik beschreibst, so scheint sie (momentan) überhaupt zu sein: Es entsteht ein großer Topf, wo alle Gefühle, Denkebenen, Ideen, Ängste, Befürchtungen und zum Teil tatsächlich auch Rhetorik und Satzbau reingeworfen wird und nicht mehr klar voneinander getrennt wird. Wie mit dem grammatikalischen Subjekt, ist sie nicht gut in der Lage, zwischen ihren eigenen Emotionen und dem Außengeschehen zu unterscheiden. Es zerfließt semantisch und emotional. Dann wird kräftig gerüht und die Suppe wird als Brennstoff für diese Kommunikation benutzt. Ich glaube, es ist nicht so sehr böse Absicht oder Egotismus/Machtbedarf wie bei Trump, sondern eher eine Hilflosigkeit, eine Not, die dann lieber als Angriff nach außen gerichtet wird anstatt sich mit dem eigentlichen Gefühl auseinanderzusetzen.
Ist halt ein Teil von "Lebensgefühl mit Covid-19"![]()





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