
Zitat von
Han Fei
Darüber, dass das Konstrukt einer "Autoethnographie" zwangsläufig keine wissenschaftliche Arbeit ermöglicht, da ihm die Tautologie immanent ist, braucht man sich da schon gar nicht mehr auslassen.
Da bist du nicht auf dem neuesten Stand der Theoriebildung in Sozial- und Kultur-, also Geisteswissenschaften. Da wird seit den Neunziger Jahren an, zusammengefaßt, >subjektzentrierten< Theorien gearbeitet. Wie gesagt, die Autoethnographie fängt gerade an, als wissenschaftliche METHODE (um die es hier ja geht) erarbeitet zu werden. Ich empfehle Heewon Chong, "Autoethnography as Method". Ohne es schon selbst gelesen zu haben.

Zitat von
Han Fei
Darüber hinaus dreht sich der arme Husserl bei der Verwendung des Begriffs Phänomenologie in dieser Arbeit im Grabe. .
Nein. Hier geht es nicht um Erkenntnisphilosophie im Geist Husserls, sondern um ... also die Fortsetzung Kants - wir erinnern uns, >Ding an sich< - in, siehe oben, subjektzentrierte Theorien zum Thema Leiblichkeit. Merleau-Ponty und... wie heißt der Schmidt vorne - Herbert? Hermann! - sind da Referenzgrößen. Ich empfehle Alloa, Bedorf, Grüny, Klass (Hrsg.) "Leiblichkeit".
Basst scho, göi.
Geändert von marasmusmeisterin (15-06-2020 um 10:54 Uhr)
Wer blutet, wischt die Matte sauber.